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29. August 2024 · DevKarriere Redaktion

Wieso du als Quereinsteiger keinen Job als Programmierer bekommst

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Als Quereinsteiger kommst du ohne starkes Portfolio einfach nicht in die Programmierung rein – dein fehlender Abschluss ist nicht das Problem, sondern dein fehlender Nachweis, dass du wirklich Code schreiben kannst. Arbeitgeber brauchen keine Zertifikate, sondern Projekte, die zeigen, dass du Probleme lösen kannst. Ein gutes Portfolio ist deine einzige Eintrittskarte zum Job.

Was ein Portfolio ist – und warum du ohne keinen Fuß in die Tür bekommst

Ein Portfolio ist eine Sammlung deiner Projekte. Meistens zeigst du das als Portfolio-Website: eine frei zugängliche Seite, auf der du kurz über dich schreibst und deine Arbeit vorstellst.

Als Quereinsteiger hast du keinen anerkannten Abschluss in Informatik. Das ist kein Hindernis, aber du musst anders argumentieren als jemand mit Uni-Abschluss. Dein Argument sind deine Projekte. Arbeitgeber wollen nicht die Katze im Sack kaufen. Sie wollen sehen, dass du wirklich Code schreiben und Probleme lösen kannst.

Das gilt übrigens nicht nur für Quereinsteiger. Auch Informatik-Absolventen tun sich ohne Portfolio schwer auf dem Stellenmarkt.

Welche Projekte auf dein Portfolio gehören – und welche nicht

Hier machen die meisten Anfänger den größten Fehler: Sie packen einfach alles drauf. Taschenrechner, To-do-App, ein paar Aufgaben aus einem Online-Kurs.

Das reicht nicht. Jeder, der ein 20-minütiges Tutorial abgetippt hat, kann einen Taschenrechner bauen. Damit hebst du dich nicht ab.

Dein Portfolio soll zeigen, dass du mehr draufhast als andere Bewerber. Dafür brauchst du Projekte, die:

Spiele machen Spaß beim Lernen. Für das Portfolio gilt aber: Wenn du als Web Developer arbeiten willst, sollte mindestens ein Projekt zu sehen sein, das einem echten Kundenprojekt ähnelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass du im Job Spiele entwickelst, ist gering.

Ein konkreter Ansatz: Nimm ein Tutorial als Grundlage, bau es nach, und erweitere es dann mit eigenen Features. Neue Spielmodi, ein anderes Design, zusätzliche Funktionen. Irgendetwas, das zeigt, dass du selbst gedacht hast.

Schlechtes Design schadet dir mehr als du denkst

Das klingt unfair, aber so funktioniert es: Sieht dein Projekt aus wie eine Windows-98-Applikation, schaut sich kaum jemand den Code dahinter an.

Du musst kein UX-Designer werden. Aber deine Anwendungen müssen so aussehen, als würden echte Menschen sie benutzen wollen. Ein einfacher Trick: Schau dir an, was schon existiert. Baust du eine Wetter-App? Sieh dir wetter.com an. Entwickelst du ein Buchungstool? Orientiere dich an echten Buchungsplattformen. Das Rad musst du nicht neu erfinden. Du musst nur zeigen, dass du ein Auge dafür hast.

Deine Portfolio-Website ist Teil deiner Bewerbung

Auch die Website, auf der du deine Projekte zeigst, muss einen professionellen Eindruck machen. Du kannst die besten Projekte der Welt haben. Wenn die Portfolio-Seite selbst aussieht wie Kraut und Rüben, wird sie niemand ernstnehmen.

Wenn du dir kein eigenes Design ausdenken willst: kein Problem. Such nach einem HTML-CSS-Portfolio-Template, trag deinen Namen, deine Projekte und Links ein, fertig. Die Seite muss nicht beeindruckend sein. Sie muss professionell wirken und deine Projekte gut in Szene setzen.

Wer mehr investieren will: Eine hochwertig selbst entwickelte Portfolio-Website zählt selbst als Projekt und macht einen zusätzlich starken Eindruck.

Wenn du wissen willst, wie du Schritt für Schritt Projekte aufbaust, die auf einem Portfolio wirklich überzeugen, schau dir den DevKarriere Fullstack Web Developer Kurs an. Dort wird genau das praxisorientiert durchgearbeitet, inklusive Portfolio-Aufbau und Bewerbungsvorbereitung.

Häufige Fragen

Brauche ich als Quereinsteiger wirklich ein Portfolio, wenn ich schon gut programmieren kann?

Ja. Gute Programmierkenntnisse helfen wenig, wenn du sie nicht nachweisen kannst. Arbeitgeber können nicht in deinen Kopf schauen. Ein Portfolio ist der einzige Weg, deine praktischen Fähigkeiten ohne Abschluss glaubwürdig zu zeigen.

Welche Projekte eignen sich für ein Developer-Portfolio?

Am besten eignen sich Projekte mit eigenen Ideen oder solche, die auf Tutorials aufbauen und dann weiterentwickelt wurden. Wichtig ist Vielfalt: Zeig verschiedene Technologien, kombiniere sie in einem Projekt und bau mindestens eine Anwendung, die einem echten Anwendungsfall nahekommt. Nicht nur Spiele oder Standard-Übungen.

Wie aufwendig muss die Portfolio-Website selbst sein?

Sie muss nicht beeindruckend sein, aber sie darf nicht negativ auffallen. Ein sauberes Template reicht völlig aus. Wer mehr Zeit investiert, kann eine gut gemachte Portfolio-Website selbst als starkes Projekt werten lassen, das zusätzlich einen positiven Eindruck hinterlässt.

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