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13. Februar 2022 · DevKarriere Redaktion

Wie ich Programmieren gelernt habe

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Programmieren lernst du am besten durch praktische Projekte, nicht durch trockene Lehrbuchaufgaben – der Durchbruch kam für mich erst, als ich ein eigenes Text-RPG programmiert habe und plötzlich alles Sinn machte. Mit den richtigen Projektideen und der richtigen Motivation kannst auch du diesen Weg gehen und wirklich tief ins Programmieren eindringen.

Wie alles begann: Java und ein Freund mit einer Mission

Ein Kumpel hat mich in der zehnten Klasse angestiftet. Sein Vater war Softwareentwickler mit Java, und er wollte das nicht alleine lernen. Also haben wir zusammen angefangen. Erst die absoluten Basics: Ausgaben in der Konsole, einfache Variablen, nichts Aufregendes.

Dann hat er den Spaß verloren. Und ich auch.

Etwa ein halbes Jahr später bin ich aber wieder eingestiegen. Diesmal hatte ich auf YouTube ein Tutorial gefunden, in dem jemand ein Text-RPG in der Konsole programmiert hat: ein kleines Rollenspiel, das man komplett per Texteingabe spielen konnte. Klingt simpel. War es auch. Aber für mich damals? Das war das Größte.

An diesem Projekt habe ich mehr gelernt als an allen trockenen Lehrbuchaufgaben zusammen.

Der wichtigste Tipp: Baue Projekte, die dir Spaß machen

Das ist kein Klischee, das ist die ehrliche Wahrheit aus eigener Erfahrung.

Wenn du am Anfang stehst und mit abstrakten Algorithmen oder theoretischen Übungen anfängst, verlierst du schnell das Interesse. Und das ist kein Zeichen dafür, dass du nicht für Programmieren geeignet bist. Es ist einfach langweilig.

Baue stattdessen etwas, worauf du Lust hast. Bei mir war es ein Spiel. Bei dir könnte es eine kleine Website sein, eine App für den Alltag oder irgendetwas, das du dir schon länger gewünscht hast.

Das Schöne daran: Sobald du ein echtes Ziel hast, lernst du alle Konzepte, die du brauchst, automatisch mit. Für das Text-RPG musste ich verstehen, wie Schleifen funktionieren, wie ich Zufallszahlen generiere, wie ich Eingaben verarbeite. Ich habe nicht “Loops lernen” auf einer To-do-Liste abgehakt. Ich brauchte sie für mein Spiel.

Web-Entwicklung: Der Moment, der alles verändert hat

Irgendwann bin ich über HTML, CSS und JavaScript gestolpert. Auf jeden Fall habe ich mir einen Kurs für ungefähr 12 Euro gekauft und war sofort begeistert.

Wenn du noch nicht weißt, womit du anfangen sollst: Fang im Web an. HTML und CSS sind einsteigerfreundlich, du siehst schnell Ergebnisse, und du kannst innerhalb weniger Wochen echte Websites bauen. Danach kommt JavaScript dazu. Wer von dort aus weitermachen will, findet beim Frontend Fundamentals Kurs von DevKarriere eine strukturierte Grundlage genau für diesen Einstieg.

Bei reinen Backend-Sprachen wie Java kommt das visuelle Ergebnis viel später. Das macht den Anfang deutlich schwerer.

Strukturierte Kurse schlagen zufällige YouTube-Videos

YouTube-Tutorials sind toll. Ich habe enorm viel darüber gelernt. Aber es gibt einen Unterschied: Ein gekaufter Kurs ist besser strukturiert. Die Inhalte bauen aufeinander auf, es gibt eingebettete Projekte, und du hast durch das investierte Geld ein höheres Commitment.

Ich habe insgesamt bestimmt zehn oder elf Kurse gekauft. Fertig gemacht habe ich die meisten nicht, weil sie teilweise 40 bis 50 Stunden lang sind. Aber ich habe zumindest 50 bis 60 Prozent davon durchgearbeitet, und das hat gereicht.

Ein weiterer Trick: Baue Tutorials nicht einfach nur nach, sondern füge danach eigene Sachen hinzu. Wenn jemand ein Tutorial zeigt, in dem ein Monster geradeaus läuft, bau es so um, dass es sich zufällig bewegt. Dann lernst du wirklich etwas.

Echte Projekte, erstes Portfolio, erster Job

Nach dem ersten Semester Wirtschaftsinformatik habe ich mich auf Werkstudentenstellen beworben und eine bekommen. Januar 2020, Webentwicklung mit PHP. Rückblickend war das möglich, weil ich eigene Projekte vorweisen konnte.

Das ist mein wichtigster Rat: Bau Projekte, die du anderen zeigen kannst. Nicht nur einen Taschenrechner für dich selbst, sondern etwas, das online abrufbar ist. Auf GitHub Pages kannst du Webprojekte zum Beispiel kostenlos hosten.

Wer ernsthaft in die Webentwicklung einsteigen will, findet beim Fullstack Web Developer Kurs eine vollständige Ausbildung mit direktem Karrierebezug. Und wer sich über eine Förderung per Bildungsgutschein informieren möchte, findet alle Details unter devkarriere.com/gefoerdert.


Häufige Fragen

Mit welcher Programmiersprache soll ich anfangen?

Das kommt darauf an, was du machen willst. Wenn du noch keine genaue Richtung hast, fang mit HTML und CSS an. Du siehst schnell erste Ergebnisse, und JavaScript kommt als logischer nächster Schritt. Willst du Spiele entwickeln, schau dir Unity mit C# an. Willst du Android-Apps bauen, dann Java oder Kotlin.

Brauche ich ein Studium, um Entwickler zu werden?

Nein. Ich habe zwar Wirtschaftsinformatik studiert, aber meinen ersten Job habe ich hauptsächlich wegen eigener Projekte bekommen. Viele erfolgreiche Entwickler sind Quereinsteiger, die über strukturierte Kurse und praktische Projekte in die Branche gewechselt sind.

Wie lange dauert es, bis man als Entwickler arbeiten kann?

Das variiert stark. Mit konsequentem Lernen und echten Projekten ist ein Einstieg als Junior Developer nach 12 bis 18 Monaten realistisch. Wichtig ist, nicht nur Tutorials anzuschauen, sondern selbst zu bauen und Fehler zu machen.

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