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20. März 2024 · DevKarriere Redaktion

Werde KEIN SOFTWAREENTWICKLER ❌

Karriere Quereinsteiger Lernen Softwareentwicklung Weiterbildung

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Der Weg zum Softwareentwickler sieht in der Realität anders aus als in vielen Karriereratgebern: Dein Abschluss oder dein theoretisches Wissen zählen weniger als nachweisbare Projekte und ein solides Portfolio. Willst du es durchziehen, brauchst du nicht nur 6–12 Monate Lernzeit, sondern vor allem echtes Interesse am Code – nicht nur am Gehalt, denn die Intensität der Lernphase lässt sich sonst nicht durchhalten.

Die Einstiegshürden sind höher als du denkst

Ein Informatik-Studium allein reicht nicht. Arbeitgeber wollen sehen, dass du tatsächlich programmieren kannst. Das bedeutet: eigene Projekte, ein Portfolio, nachweisbare Skills. Kein Abschluss ersetzt das.

Bis du auf diesem Level bist, vergehen realistisch mindestens sechs Monate bis ein Jahr. Wer alleine lernt, braucht oft noch länger. Viele scheitern unterwegs, nicht weil das Talent fehlt, sondern weil die Motivation nachlässt.

Das führt direkt zum nächsten Punkt: Du musst echtes Interesse an dem Thema haben. Wer nur wegen des Gehalts in die IT wechseln will, wird diese Hürde kaum überwinden. Die Lernphase ist zu intensiv, um sie ohne intrinsische Motivation durchzuhalten.

Eigenverantwortung ist Pflicht, nicht Bonus

In vielen Jobs bekommst du eine klare To-Do-Liste. Bei der Softwareentwicklung ist das anders. Du bekommst ein Problem und löst es. Wie genau, liegt größtenteils bei dir.

Ein Beispiel: Du hast zwei Wochen Zeit, um ein neues Feature zu bauen. Niemand sagt dir Schritt für Schritt, wie du das angehst. Du planst, recherchierst, stößt auf Rückschläge, und am Ende bist du dafür verantwortlich, dass es funktioniert.

Als Junior bekommst du noch relativ viel Unterstützung. Mit wachsender Erfahrung wird erwartet, dass du selbstständig und zuverlässig lieferst. Wer klare Strukturen braucht und am liebsten Anweisungen von oben abarbeitet, wird sich in diesem Job schnell unwohl fühlen.

Dazu kommt das Thema Homeoffice. Das klingt zuerst verlockend. Die Realität: Wer sich zu Hause nicht selbst organisieren kann, leidet darunter. Ablenkungen gibt es viele. Disziplin muss man mitbringen.

Du hörst nie auf zu lernen

Die IT-Branche entwickelt sich schnell. Neue Frameworks, neue Tools, neue Standards, wöchentlich. Wer in diesem Job gut sein will, muss dauerhaft auf dem Laufenden bleiben.

Für manche klingt das spannend. Für andere ist es anstrengend. Beides ist verständlich.

Was viele unterschätzen: Der Job hört nicht um 17 Uhr auf. Viele Entwickler berichten, dass ihr Kopf auch nach Feierabend weiter an Problemen arbeitet. Lösungsideen kommen in der Dusche, beim Sport, beim Abendessen. Für manche ist das Ausdruck echter Leidenschaft. Für andere ist es schlicht Stress, der sich nie ganz abstellen lässt.

Sitzendes Arbeiten und seine Folgen

Software entwickeln heißt: Am Computer sitzen. Stunden, jeden Tag. Wer vorher körperlich gearbeitet hat, auf dem Bau oder im Handwerk, merkt diesen Kontrast sofort.

Rückenprobleme, mangelnde Bewegung, Stunden ohne Sonnenlicht. Das lässt sich mit ergonomischer Ausstattung und bewusstem Bewegen ausgleichen. Es erfordert aber aktiven Aufwand. Wer körperliche Arbeit braucht, um sich wohlzufühlen, wird sich hier schwertun.

Wenig Kundenkontakt, überschaubare Teams

Als Softwareentwickler arbeitest du meistens mit einem kleinen Team zusammen. Fünf bis zehn Personen, mit denen du regelmäßig Kontakt hast. Kunden, externe Stakeholder, Hunderte von Kollegen? Eher nicht.

Wer vorher viel mit Menschen zu tun hatte, im Vertrieb, im Einzelhandel oder in der Beratung, erlebt das oft als isoliert. Kundenkontakt gehört bei erfahrenen Entwicklern in größeren Unternehmen meist zu anderen Rollen: Produktmanager, Account Manager, Sales. Als Entwickler bekommst du Anforderungen meistens gefiltert weitergegeben.

Wenn du Menschen brauchst, um Energie zu tanken, ist das ein Punkt, den du ernst nehmen solltest.


Wenn du die fünf Punkte gelesen hast und denkst: “Das klingt eigentlich alles okay” dann könnte Softwareentwicklung genau das Richtige für dich sein. Der erste Schritt ist, solide Programmierkenntnisse aufzubauen. Im Fullstack Web Developer Kurs von DevKarriere lernst du von den Grundlagen bis zum fertigen Portfolio. Falls du über eine Förderung nachdenkst: Der Kurs ist AZAV-zertifiziert und über den Bildungsgutschein förderbar.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, als Quereinsteiger Softwareentwickler zu werden?

Realistisch brauchst du mindestens sechs Monate bis ein Jahr, um auf einem Level zu sein, das Arbeitgeber überzeugt. Voraussetzung: Du lernst konsequent und strukturiert. Ohne Begleitung dauert es oft deutlich länger. Was dabei zählt, ist nicht nur Theorie, sondern vor allem eigene Projekte, die du im Portfolio vorzeigen kannst.

Brauche ich ein Informatik-Studium, um Softwareentwickler zu werden?

Nein. Arbeitgeber schauen, ob du programmieren kannst, nicht ob du einen Abschluss hast. Quereinsteiger mit soliden Kenntnissen und einem aussagekräftigen Portfolio haben gute Chancen. Ein Studium kann helfen, ist aber kein Pflichtweg.

Was ist, wenn ich unsicher bin, ob ich gut genug für diesen Job bin?

Fast alle, die neu in die Branche einsteigen, kennen dieses Gefühl. Das ist normal. Die eigentliche Frage ist: Interessiert dich das Thema wirklich? Wenn ja, lassen sich die Einstiegshürden überwinden. Fehlt das Interesse, wird es auf Dauer hart. Ein offenes Gespräch mit einem erfahrenen Coach hilft dabei, die eigene Situation realistisch einzuschätzen.

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