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16. Mai 2024 · DevKarriere Redaktion

So habe ich Programmieren gelernt

Programmieren Lernen Projekte Karriere

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Du brauchst für den Start ins Programmieren nicht mehr als YouTube-Tutorials und die Bereitschaft, etwas Eigenes zu bauen. Praktische Projekte, die dich begeistern, sind wichtiger als perfekte Struktur oder akademische Tiefe. Durchhaltevermögen zahlt sich aus – selbst wenn du wie jeder Teenager mit anderen Dingen abgelenkt wirst.

Wie alles angefangen hat: Java, YouTube und ein Kumpel

Das Ganze hat so in der neunten oder zehnten Klasse angefangen. Ein Freund von mir hatte durch seinen Vater Kontakt zu Java bekommen und wollte jemanden, mit dem er darüber reden konnte. Er hat mich angesprochen, wir haben zusammen gestartet. Er hat nach kurzer Zeit wieder aufgehört. Ich bin drangeblieben.

Die ersten Schritte waren alles andere als spektakulär. YouTube-Playlists für Beginner, ein bisschen ausprobieren, wieder vergessen, nochmal anfangen. Was mich wirklich gepackt hat: Spiele. Ich habe ein kleines Rollenspiel gebaut, das man im Terminal spielen konnte. Vielleicht 200 Zeilen Code. Für mich damals das größte Projekt der Welt.

Ich war 14 oder 15. Da hat man noch andere Dinge im Kopf als Programmieren. Das Ganze war ein Hobby, keine Mission.

Zwei Jahre heiß und kalt: Was dabei schiefläuft

Das Problem: Ich habe es immer wieder schleifen lassen. Ein bisschen gemacht, Pause gemacht, wieder angefangen, wieder aufgehört. Rückblickend wäre der gesamte Fortschritt dieser zwei Jahre in zwei Monaten möglich gewesen, wenn ich konsequent drangeblieben wäre.

Das ist kein Vorwurf an mich, das ist Mathematik. Wenn du jedes Mal wieder von vorne anfängst, verlierst du Momentum. Du musst wieder eindenken, wieder üben, wieder Anlauf nehmen. Das kostet Zeit und Energie, die du besser in echten Fortschritt stecken könntest.

Was ich daraus mitgenommen habe: Programmieren lernen ist kein Sprint, aber du musst den Ball am Rollen halten. Pausen sind okay. Monatelange Unterbrechungen kosten dich mehr, als du denkst.

Web Development als Einstieg in die IT-Karriere

Irgendwann in der elften Klasse habe ich gemerkt, dass ich das wirklich beruflich machen will. Die IT-Branche sucht Leute, das war damals schon klar. Ich wollte aber nicht fünf Jahre auf einen Abschluss warten, sondern so schnell wie möglich in die Praxis.

Da bin ich auf Web Development gestoßen. JavaScript, HTML, CSS. Der Stack, der gefragt ist, und der Bereich, in dem man als Anfänger vergleichsweise gut Fuß fassen kann. Genau das ist auch der Grund, warum wir beim Fullstack Web Developer Kurs von DevKarriere genau dort anfangen.

Während meiner letzten zwei Schuljahre habe ich dann wirklich Gas gegeben. YouTube auf Deutsch, auf Englisch. eBooks, Reddit, günstige Onlinekurse, die ich nie zu Ende gemacht habe. Ich habe alles ausprobiert, was ich finden konnte. Vieles davon war Zeitverschwendung. Aber irgendwann konnte ich kleinere Anwendungen selbst entwickeln, und das war der Wendepunkt.

Erste Bewerbungen, erste Absagen, erster Job mit 18

Nach dem Abi habe ich eine Portfolio-Website erstellt und meine Projekte dort reingepackt. Dann habe ich mich beworben. Dutzende Bewerbungen, dutzende Absagen, mehrere Vorstellungsgespräche ohne Erfolg. Und dann, im ersten Semester meines Wirtschaftsinformatik-Studiums, hat es geklappt. Einen Teilzeitjob als Softwareentwickler bei einer echten Firma in Mannheim. Mit 18.

Das war nicht wegen meines Studiums. Nicht wegen eines Zertifikats. Das war, weil ich Projekte hatte, die ich vorzeigen konnte.

Ein Studium öffnet Türen, das stimmt. Aber es garantiert nichts. Was zählt, sind deine Skills und das, was du gebaut hast. Niemand reicht dir dein Glück auf dem Tablett. Du musst es dir selbst erarbeiten.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, Programmieren zu lernen?

Das kommt auf deine Regelmäßigkeit an. Wer täglich oder wenigstens mehrere Stunden die Woche konsequent übt, kommt schneller voran als jemand, der sporadisch dabei ist. Ich habe zwei Jahre gebraucht, bis ich arbeitsfähig war. Ein großer Teil davon war verlorene Zeit durch zu viele Pausen. Realistisch sind 12 bis 18 Monate bei konsequentem Lernen.

Brauche ich ein Studium, um Softwareentwickler zu werden?

Nein. Ein Studium kann helfen, aber es ist kein Pflichtschein. Was Arbeitgeber wirklich wollen, sind Leute, die programmieren können und das belegen können. Praktische Projekte und erste Berufserfahrung wiegen oft mehr als ein Abschluss. Wer eine strukturierte Alternative sucht, findet mit einem geförderten Kurs über den Bildungsgutschein eine realistische Option.

Mit welcher Programmiersprache soll ich anfangen?

Für Web Development empfehle ich HTML, CSS und JavaScript. Das ist der Einstieg, der am direktesten zum Job führt. Java, womit ich damals angefangen habe, würde ich heute für Anfänger nicht mehr als erste Wahl nennen.

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