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30. Januar 2025 · DevKarriere Redaktion

So bekommst du einen Job in der IT als Quereinstieger in 2025

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Die IT-Branche ist offener für Quereinsteiger als fast jede andere – du brauchst keinen langen akademischen Weg, um einzusteigen. Statt dich auf Umschulung oder Studium zu konzentrieren, bau dir ein starkes Portfolio mit praktischen Projekten auf. Arbeitgeber wollen sehen, was du bauen kannst, nicht welches Zertifikat du hast.

Warum der traditionelle Bildungsweg für Quereinsteiger nicht funktioniert

Das erste, was die meisten denken, wenn sie in die IT wechseln wollen: “Ich muss jetzt studieren oder eine Umschulung machen.” Verständlich, aber für die meisten der falsche Weg.

Eine IHK-zertifizierte Umschulung zum Fachinformatiker dauert zwei Jahre. Ein Studium noch länger. Wenn du berufstätig bist, eine Familie hast und nicht auf dein Einkommen verzichten kannst, ist das schlicht nicht machbar.

Aber selbst wenn du es irgendwie hinbekommen würdest: Am Ende hast du einen Abschluss, der dich nicht besonders macht. Du bist dann einer von Zehntausenden, die dasselbe Zertifikat haben, aber trotzdem nichts vorzeigen können.

Die IT-Branche ist offener für Quereinsteiger als fast jede andere Branche. Der Fachkräftemangel wächst, und immer mehr Unternehmen schauen weniger auf formale Abschlüsse als auf praktische Fähigkeiten. Das ist deine Chance.

Schwächen ausgleichen macht dich nicht besser, nur vergleichbar

Hier liegt der größte Denkfehler: Wer sagt “Ich habe keinen Abschluss, also hole ich jetzt einen nach”, versucht eine Schwäche auszugleichen. Das Ergebnis? Du bist danach genauso wie alle anderen. Kein Vorteil, kein Alleinstellungsmerkmal.

Stell dir vor, du bist 40 und hast gerade die Fachinformatiker-Umschulung abgeschlossen. Du bewirbst dich auf dieselbe Junior-Stelle wie ein 20-Jähriger mit derselben Ausbildung. Gleiche Qualifikation auf dem Papier. Wen nimmt die Firma? Meistens den Jüngeren.

Das klingt unfair. Ist es vielleicht auch. Aber das ist nicht das Spiel, das du spielen willst.

Was stattdessen funktioniert: Stärken verstärken. Und deine größte Stärke als Quereinsteiger sind echte, vorzeigbare Projekte.

Schritt 1: Von Anfang an Projekte bauen, nicht nur lernen

Beim Programmieren lernen machen viele denselben Fehler: Sie lernen passiv. Tutorials, Videos, Kurse. Am Ende haben sie viel Zeit investiert, können aber nichts vorweisen.

Der Unterschied, der wirklich zählt: Bau von Anfang an eigene Projekte. Nicht nur abschreiben, was in einem Tutorial steht, sondern wirklich selbst umsetzen. Fang klein an, eine einfache Website reicht. Dann steigere die Komplexität.

Wichtig dabei: Bau Projekte mit echtem Nutzen. Kein Fantasy-Rollenspiel, kein Candy-Crush-Klon. Denk an Business-Anwendungen: ein Terminplanungstool, ein Kundenverwaltungssystem, eine Arbeitszeiterfassung. Solche Projekte zeigen, dass du echte Probleme lösen kannst, nicht nur Syntax auswendig gelernt hast.

Schritt 2: Ein Portfolio aufbauen, das dich raussticht

Ein Portfolio ist deine Sammlung von Projekten. Es ist dein Beweis, dass du Sachen kannst. Und es ist das, was dich von tausenden anderen Bewerbern unterscheidet.

Wenn du bei deinen Bewerbungen ein Portfolio mit drei bis vier soliden Projekten mitschickst, können sich Arbeitgeber selbst ein Bild von deinen Fähigkeiten machen. Das ist stärker als jedes Zeugnis.

Im DevKarriere Fullstack Web Developer Kurs liegt genau darauf der Fokus: praxisnahe Projekte, die du direkt für dein Portfolio nutzen kannst. Kein Pauken für eine Prüfung, die im Job sowieso niemand braucht.

Wenn du dann als Quereinsteiger ohne formalen IT-Abschluss kommst, aber ein Portfolio mit wirklich guten Projekten mitbringst, stichst du gegen den 20-Jährigen mit Fachinformatiker-Abschluss heraus, der nichts vorweisen kann. Das ist realistisch. Genau das sehen wir bei unseren Teilnehmern immer wieder.

Schritt 3: Technische Interviews gezielt vorbereiten

Sobald du ein überzeugendes Portfolio hast, wirst du zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. Dann kommt der letzte Schritt.

In technischen Interviews werden dir konkrete Fragen gestellt. Oft gibt es auch Coding Challenges, kleine Programmieraufgaben, die du live lösen sollst. Wer seine Projekte wirklich selbst gebaut hat, besteht diese Tests. Zusätzliche Vorbereitung auf häufige Fragen und Aufgaben hilft trotzdem.

Aber eins ist wichtig: Die Reihenfolge stimmt. Kein Interview-Training hilft dir, wenn du gar nicht erst eingeladen wirst. Und eingeladen wirst du nur, wenn du ein gutes Portfolio hast.

Häufige Fragen

Brauche ich wirklich keinen Abschluss für einen IT-Job?

Nein, du brauchst keinen formalen Abschluss. Die IT-Branche bewertet Bewerber deutlich stärker nach praktischen Fähigkeiten als nach Zertifikaten. Es gibt Unternehmen, die pauschal einen Bachelorabschluss fordern, aber das ist die Minderheit und wird weniger. Wenn du ein Portfolio mit echten Projekten vorlegst und das technische Interview bestehst, wirst du auch ohne Studium oder Ausbildung eingestellt.

Welche Projekte sollte ich für mein Portfolio bauen?

Projekte, die einen realen Nutzen haben. Anwendungen, die auch in einem echten Unternehmenskontext Sinn ergeben würden: Aufgabenverwaltung, einfaches CRM, Chat-Plattform, Buchungssystem. Wenn du gerade am Anfang bist und nicht weißt, wo du anfangen sollst, sind die Frontend Fundamentals ein guter Einstieg, bei dem du von Anfang an sauber und strukturiert baust.

Was passiert in einem technischen Interview?

Du bekommst Fragen zu Konzepten und Technologien, die du gelernt hast, und oft auch kleine Programmieraufgaben, die du live lösen sollst. Wer seine Projekte wirklich selbst gebaut hat, kommt damit gut zurecht. Trotzdem lohnt es sich, typische Fragen und Aufgaben vorab durchzugehen, damit du im Gespräch nicht kalt erwischt wirst.

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