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3. Juni 2025 · DevKarriere Redaktion

So bekommst du deinen ersten Job als Softwareentwickler

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Softwareentwicklung ist für Quereinsteiger zwischen 25 und 45 der perfekte Mittelweg: Die Einstiegshürden sind realistisch, die Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten deutlich besser als in anderen IT-Bereichen. Starte mit Webentwicklung und speziell Frontend, weil du dort sofort sichtbare Ergebnisse siehst und konkrete Projekte bauen kannst, die Arbeitgeber wirklich beeindrucken.

Warum Webentwicklung der beste Einstieg in die IT ist

IT ist ein riesiger Bereich. Nicht jeder Teilbereich eignet sich gleich gut für Quereinsteiger. IT-Kundensupport ist vielleicht leichter zugänglich, bietet aber kaum Aufstiegsmöglichkeiten. Ein Informatikstudium dauert Jahre und ist für viele zwischen 25 und 45 schlicht keine realistische Option.

Softwareentwicklung trifft den richtigen Mittelweg: Die Einstiegshürden sind machbar, die langfristigen Karrierechancen stark. Du kannst gut verdienen, dich selbstständig machen und in verschiedene Branchen wechseln. Innerhalb der Softwareentwicklung empfehle ich dir, mit Webentwicklung zu starten, genauer mit Frontend Development.

Warum Frontend? Du siehst sofort, was du programmierst. Du kannst Arbeitgebern konkrete Projekte zeigen. Und der Einstieg fällt leichter als im Backend.

Der falsche Weg, den viele gehen

Viele Quereinsteiger machen den gleichen Fehler: Sie schauen sich stundenlang Videos an, buchen irgendwo einen günstigen Online-Kurs und warten dann auf das Zertifikat. Das Problem ist, dass kein Arbeitgeber nach einem 20-Euro-Udemy-Zertifikat fragt. Was zählt, sind echte Fähigkeiten.

Genauso wenig sinnvoll: den aktuellen Job kündigen, um Vollzeit zu lernen. Auch wenn du prinzipiell einen Bildungsgutschein vom Jobcenter bekommen könntest, macht es keinen Sinn, deswegen arbeitslos zu werden. Der Gutschein ist nicht garantiert und liegt am Ende oft im Ermessen des Sachbearbeiters. Lern stattdessen nebenbei. Solange du noch beschäftigt bist, gehst du kein Risiko ein.

Dein Fahrplan: 4 Schritte zum ersten Job

Schritt 1: Die Grundlagen

Fang mit HTML, CSS und JavaScript an. HTML strukturiert den Inhalt einer Seite, CSS kümmert sich ums Aussehen, JavaScript bringt die Logik rein. Diese drei gehen Hand in Hand. Wenn du wissen willst, wie ein strukturierter Einstieg aussieht, schau dir die Frontend Fundamentals bei DevKarriere an.

Wichtig dabei: nicht nur zuschauen, sondern selbst tippen. Bau deine eigene Website. Probier die Sachen aus, ohne dass dir alles vorgekaut wird. Nur so baust du echte Fähigkeiten auf.

Schritt 2: Fortgeschrittene Technologien

Wenn die Grundlagen sitzen, geht’s ums professionelle Arbeiten. Git und GitHub für Versionskontrolle, ein Frontend-Framework, TypeScript als Weiterentwicklung von JavaScript. Du solltest verstehen, was eine API ist und wie Datenbanken grundsätzlich funktionieren. Klingt nach viel, ist aber machbar mit einem klaren Plan. Beim Fullstack Web Developer Kurs von DevKarriere lernst du genau diese Technologien, strukturiert und praxisnah.

Schritt 3: Portfolio aufbauen

Jetzt kommt das, was dich von anderen Bewerbern unterscheidet. Bau ein echtes Vorzeigeprojekt, keine Spielerei. Mitgliederverwaltung für einen Verein, ein Buchungssystem, eine Rechnungs-App. Irgendetwas, das in der echten Welt nützlich wäre. Du planst es selbst, baust es selbst und zeigst es. Dazu kommt eine Portfolio-Website, auf der du deine Projekte präsentierst.

Schritt 4: Bewerbungen rausschicken

Erst wenn Portfolio und Grundlagen wirklich sitzen, gehst du in die Bewerbungsphase. Dann zählen nicht die Zertifikate, sondern was du gebaut hast. Bereite dich auf Vorstellungsgespräche vor: Was hast du programmiert? Welche Entscheidungen hast du getroffen? Das sind die Fragen, die kommen.

Häufige Fehler, die du vermeiden solltest

Zu früh bewerben. Viele schicken Bewerbungen raus, bevor sie wirklich etwas können. Das verbrennt Chancen, besonders wenn du in einer kleineren Stadt wohnst und nur eine Handvoll passende Arbeitgeber in der Nähe hast.

Nur konsumieren, nicht umsetzen. Programmieren lernt man nicht durch Zuschauen. Du brauchst die praktische Erfahrung.

Zu viel auf einmal. Fünf Programmiersprachen gleichzeitig bringt nichts. Fokussier dich auf einen Bereich und werd darin gut. Wer alles halbwegs kann, ist für keinen Job wirklich attraktiv.

Falschen Versprechen glauben. Wenn jemand dir ein MacBook und 96.000 Euro Einstiegsgehalt nach drei Monaten verspricht, ist das Marketing, keine Realität.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis man als Quereinsteiger den ersten Job bekommt?

Das hängt davon ab, wie konsequent du übst und wie viel Zeit du investierst. Wer nebenbei lernt und strukturiert vorgeht, kann nach 12 bis 18 Monaten die ersten Bewerbungen rausschicken. Einen festen Zeitplan gibt es nicht. Wer aber täglich dabei bleibt und echte Projekte baut, kommt deutlich schneller ans Ziel als jemand, der hauptsächlich Videos schaut.

Brauche ich ein Zertifikat oder einen Abschluss?

Nein. Arbeitgeber in der IT schauen auf dein Portfolio und auf das, was du wirklich kannst. Ein günstiges Online-Zertifikat ohne Praxiserfahrung hilft kaum weiter. Wenn du eine strukturierte Weiterbildung machen willst und gerade arbeitssuchend bist, lohnt sich ein Blick auf die geförderte Qualifikation zum Web Developer über Bildungsgutschein.

Muss ich meinen Job kündigen, um programmieren zu lernen?

Auf keinen Fall. Fang nebenbei an und behalte deinen Job. Kündige erst dann, wenn du ein konkretes Jobangebot als Entwickler auf dem Tisch hast. So gehst du kein finanzielles Risiko ein und kannst in Ruhe lernen, bis du wirklich bereit bist.

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