DevKarriere
7. Juli 2026 · DevKarriere Redaktion

So bekommst du als Quereinsteiger wirklich einen Job in der IT

Quereinsteiger Jobsuche Karriere Bewerbung Programmieren

Video ansehen – funktionale Cookies erforderlich

Quereinsteiger, die wirklich einen IT-Job bekommen, folgen sechs klaren Phasen – von der Skill-Entwicklung bis zur Bewerbung. Die Realität: Von 100 Anfängern schaffen es statistisch vielleicht ein bis zwei, weil die meisten irgendwann aufgeben. Der Unterschied zwischen erfolgreichen und gescheiterten Quereinsteigern ist nicht Talent, sondern Durchhaltevermögen und die Akzeptanz, dass Rückschläge normal sind.

Von Skills bis Vertrag: Die sechs Phasen des IT-Einstiegs

Der Weg in die IT lässt sich in sechs Phasen unterteilen: Skills aufbauen, Skills präsentieren, Bewerbungsunterlagen erstellen, bewerben, Gespräche führen und Vertrag unterzeichnen. Klingt simpel. Ist es auch, zumindest auf dem Papier.

Das Problem ist die Dropout-Rate an jeder einzelnen Stufe. Von 100 Leuten, die anfangen zu programmieren, kommen vielleicht noch 33 dazu, ein Portfolio aufzubauen. Von denen fängt vielleicht ein Drittel an, Unterlagen zu erstellen. Und davon traut sich die Hälfte nicht, sich wirklich ernsthaft zu bewerben. Am Ende kommt statistisch vielleicht eine Person zu einem Jobangebot.

Das ist keine Einschätzung, um dich zu entmutigen. Es ist eine Erklärung, warum Scheitern normal ist und warum es nicht bedeutet, dass du schlechter bist als andere.

Portfolio schlägt Zertifikat

Bevor wir über Bewerbungsmengen reden: Du brauchst ein Portfolio. Ohne eins sind die Chancen auf ein Interview gering.

Kein Arbeitgeber schaut zuerst auf deinen Abschluss. Die erste Frage ist immer, ob du den Job technisch machen kannst. Und das kannst du nicht mit einem IHK-Zertifikat beweisen, sondern mit eigenen Projekten. Auf GitHub veröffentlicht, dokumentiert, zeigbar.

Wenn jemand in fünf Minuten sehen kann, dass du weißt was du tust, öffnet das Türen. Wenn du nur Papier mitbringst aber keine Projekte, schließen sie sich wieder. Das klingt hart, ist aber die Realität des Stellenmarkts. Deshalb solltest du früh anfangen, echte Projekte zu bauen, die zeigen, was du drauf hast. Wenn du nicht sicher bist, welche Technologien wirklich gefragt sind, schau dir unseren Fullstack Web Developer Kurs an.

Bewerbungen: Denk in Quoten

Hier scheitern die meisten Leute, die eigentlich schon bis zu guten Unterlagen gekommen sind.

Der Bewerbungsprozess funktioniert wie ein Trichter. Oben kommen Bewerbungen rein, unten kommt ein Jobangebot raus. Zwischen jedem Schritt gibt es Übergangsquoten:

Mit 10 Bewerbungen wirst du keinen Job bekommen. Mit 100 sieht die Rechnung schon anders aus: 20 Erstkontakte, 10 Interviews, 5 Fachgespräche, 2 bis 3 Angebote. Das ist das Ziel.

100 Bewerbungen klingt nach viel. Ist es aber nicht. Wenn du jeden Arbeitstag 10 Bewerbungen schickst, hast du nach zwei Wochen deine 100. Eine Stunde am Tag. Mehr braucht es erstmal nicht.

Viele Quereinsteiger beschweren sich, dass es nicht klappt. Dann stellt sich heraus, sie haben 15 Bewerbungen geschickt. Das ist kein Scheitern, das ist noch kein Test. Unter 100 Bewerbungen kannst du gar nicht wissen, woran es liegt.

Tracking: Der einfachste Hebel, den kaum jemand nutzt

Sobald du anfängst zu bewerben, führ eine Liste. Excel, Google Sheets, Notion, egal was. Schreib auf, bei welcher Firma du dich beworben hast, wann das war und was der aktuelle Status ist.

Das klingt nach einem kleinen Detail, ist aber das einzige Werkzeug, mit dem du deinen Prozess wirklich verbessern kannst. Wenn du keine Rückmeldungen bekommst, liegt es wahrscheinlich an den Unterlagen oder daran, wo du suchst. Wenn du Interviews hast aber keine Angebote, liegt es eher an der technischen Vorbereitung. Ohne Tracking weißt du nicht mal, was du nicht weißt.

Mach dir auch Notizen zu jedem Gespräch. Was wurde gefragt, was lief gut, was nicht. Du kannst diese Notizen sogar in eine KI reinwerfen und auswerten lassen. Aber nur wenn du sie aufgeschrieben hast.

Wenn du merkst, dass dein technisches Fundament noch Lücken hat und du gerade arbeitslos bist, gibt es über den Bildungsgutschein vom Jobcenter oder der Agentur für Arbeit eine Möglichkeit, das strukturiert und gefördert nachzuholen.

Häufige Fragen

Wie viele Bewerbungen brauche ich als Quereinsteiger realistisch?

Rechne mit mindestens 100 Bewerbungen. Mit optimistischen Quoten kommst du damit auf 2 bis 3 Jobangebote. Als Quereinsteiger können die Quoten am Anfang schlechter ausfallen, was heißt: eher mehr als weniger schicken. Erst ab 100 Bewerbungen kannst du überhaupt valide Rückschlüsse ziehen und deinen Prozess gezielt verbessern.

Brauche ich ein Zertifikat oder einen Abschluss für den IT-Einstieg?

Kein Zertifikat öffnet Türen, wenn du keine Projekte vorzeigen kannst. Arbeitgeber wollen sehen, dass du den Job technisch machen kannst. Das beweist du mit einem Portfolio, nicht mit Papier. Ein Zertifikat kann ergänzend helfen, ist aber nicht das, was den Unterschied macht.

Was tue ich, wenn ich viele Bewerbungen schicke aber keine Rückmeldungen bekomme?

Dann liegt es sehr wahrscheinlich an den Unterlagen oder daran, wo du suchst. Prüf deinen Lebenslauf auf Formatierung und Rechtschreibfehler. Schau, ob die Stellenanzeigen auf den Plattformen aktuell sind. Hol dir Feedback von jemandem aus der Branche. Und führ eine Tracking-Liste, damit du überhaupt weißt, wie deine echten Quoten aussehen.

Dein nächster Schritt.

Füll das kurze Formular aus. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden und vereinbaren ein unverbindliches Erstgespräch.

Kostenloses Erstgespräch buchen
Kein Spam ·Kostenlos & unverbindlich ·4,6/5 auf Trustpilot ·AZAV-zertifiziert