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22. Oktober 2024 · DevKarriere Redaktion

REALTALK: Zertifikate sind für Loser

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Du brauchst kein Zertifikat, um als Quereinsteiger in der Softwareentwicklung einen Job zu bekommen — Arbeitgeber stellen Menschen ein, die programmieren können, nicht Menschen, die Prüfungen bestanden haben. Statt dich zwei Jahre lang auf einen offiziellen Abschluss zu konzentrieren, solltest du lieber anfangen, echte Projekte zu bauen und praktische Fähigkeiten aufzubauen, die sofort einsatzbar sind.

Zertifikate bringen dich nicht in den Job

Kurze Antwort: Nein, du brauchst kein Zertifikat, um als Quereinsteiger in der Softwareentwicklung Fuß zu fassen. Was du brauchst, ist die Fähigkeit zu programmieren. Arbeitgeber stellen Leute ein, die den Job machen können, nicht Leute, die eine Prüfung bestanden haben.

Das klingt provokant, aber es ist schlicht die Realität in der Softwarebranche.

Warum so viele Quereinsteiger den falschen Weg gehen

Der Denkfehler passiert fast immer gleich: Du willst in die IT, also suchst du nach einem offiziell anerkannten Weg. IHK-Abschluss, Umschulung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung, Fernstudium. Zwei, drei Jahre. Danach ein Zertifikat, das du in den Lebenslauf packst.

Das Problem: In diesen Programmen lernst du meistens nicht, wie du den Job machst. Du lernst, wie du die Abschlussprüfung schreibst. Das ist ein riesiger Unterschied.

Dazu kommt die praktische Seite. Wenn du 35 oder 40 bist, wahrscheinlich einen Job hast, vielleicht eine Familie, dann ist eine zweijährige Vollzeit-Umschulung schlicht keine Option. Die Zeit hast du nicht. Das Geld oft auch nicht.

Was Arbeitgeber wirklich wollen

Stell dir vor, du wärst Arbeitgeber und hättest zwei Bewerber. Einer hat eine abgeschlossene Umschulung zum Fachinformatiker, kann aber kaum programmieren. Der andere hat kein Zertifikat, kann aber sauber coden, hat eigene Projekte gebaut und zeigt dir im Gespräch, dass er weiß, was er tut. Wen stellst du ein?

Die Antwort liegt auf der Hand.

Der Fachkräftemangel in der deutschen IT-Branche ist real und groß. Laut einer Bitkom-Studie aus Dezember 2023 waren knapp 150.000 IT-Stellen unbesetzt. Firmen suchen händeringend nach Leuten, die liefern können. Nicht nach Leuten mit beeindruckenden Zertifikaten, die aber nicht selbstständig ein Feature umsetzen können.

Portfolio schlägt Zertifikat

Was wirklich zählt: eigene Projekte. Webseiten, Apps, Software, die du selbst entwickelt hast. Damit kannst du jedem Arbeitgeber zeigen, dass du es kannst. Kein Prüfungsprotokoll kann das ersetzen.

Ein gutes Portfolio ist kein netter Bonus, sondern dein stärkstes Argument. Wer ein Jahr konsequent programmieren lernt, echte Projekte umsetzt und das sauber präsentiert, hat bessere Chancen als jemand, der drei Jahre lang für Prüfungen gebüffelt hat.

Wenn du wissen willst, welche konkreten Skills und Technologien du für den Einstieg als Web Developer brauchst, schau dir den Fullstack Web Developer Kurs an. Dort siehst du genau, was praxisorientiertes Lernen bedeutet, das auf den Job vorbereitet und nicht auf eine Prüfung.

Der Beweis: Es funktioniert

Das ist keine Theorie. Tony, einer unserer Teilnehmer, hat genau diesen Weg gemacht. Kein Informatikstudium, kein IHK-Abschluss, keine Umschulung. Stattdessen: programmieren gelernt, ein Portfolio mit echten Projekten aufgebaut. Ergebnis: Job mit der ersten Bewerbung.

Klar, eine Bewerbung ist nicht der Normalfall. Aber es zeigt, wie viel Gewicht ein überzeugendes Portfolio haben kann. Wenn du kannst, was der Job verlangt, und das klar rüberbringst, wirst du Angebote bekommen.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Umschulung zum Fachinformatiker für Quereinsteiger?

Grundsätzlich schadet ein IHK-Abschluss nicht. Aber er allein bringt dich nicht in den Job. Das Problem vieler Umschulungsprogramme ist, dass echte Programmierfähigkeiten zu kurz kommen, weil der Fokus auf dem Bestehen der Prüfungen liegt. Wenn du nebenberuflich und zielgerichtet lernen willst, ist der Weg über ein praxisorientiertes Kursformat oft schneller und effektiver. Wer über einen Bildungsgutschein gefördert wird, kann sich die geförderte Ausbildung zum Web Developer anschauen.

Welche Alternativen zu Zertifikaten gibt es für den IT-Einstieg?

Dein bestes Argument sind Projekte, die du gebaut hast, und die Fähigkeit, im Gespräch zu zeigen, dass du programmieren kannst. Das bedeutet: gezielt die richtigen Skills lernen, eigene Webanwendungen entwickeln, ein Portfolio aufbauen und dann aktiv bewerben. Wer diesen Weg konsequent geht, hat gute Chancen, auch ohne formalen Abschluss eingestellt zu werden.

Wie lange dauert es, ohne Vorkenntnisse programmieren zu lernen?

Das hängt davon ab, wie viel Zeit du investierst und wie strukturiert du vorgehst. Realistisch sind 12 bis 18 Monate, wenn du konsequent nebenberuflich lernst. Dabei ist nicht die reine Lernzeit entscheidend, sondern dass du von Anfang an eigene Projekte umsetzt und nicht nur Tutorials konsumierst.

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