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12. März 2023 · DevKarriere Redaktion

Programmieren Lernen ist SCHEI*E

Programmieren Lernen Projekte Weiterbildung Web Development

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Programmieren zu lernen fühlt sich oft unmöglich an – aber nicht weil es tatsächlich zu schwer ist, sondern weil die meisten die falschen Strategien nutzen. Statt langer, schweißtreibender Sessions brauchst du nur 20–30 Minuten täglich und echte Projekte zum Bauen. Das ist das Fundament, auf dem echte Skills entstehen.

Dranbleiben ist keine leere Floskel

Ja, “Marathon, kein Sprint” klingt erstmal abgedroschen. Aber dahinter steckt mehr als eine müde Binsenweisheit.

Du musst nicht jeden Tag acht Stunden coden. Wer das versucht, brennt in zwei Wochen aus und hat danach keinen Bock mehr. Viel sinnvoller: 20 bis 30 Minuten täglich, über Monate hinweg. Ein YouTube-Video schauen, ein kleines Feature bauen, eine Übung lösen. Das summiert sich.

Finde einen Rhythmus, den du wirklich durchhältst. Wenn du eine schwache Woche hast oder mal einen Tag aussetzt, ist das kein Problem. Wichtig ist nur, dass du nicht komplett aufhörst.

Eigene Projekte bauen ist der eigentliche Schlüssel

Dieser Tipp klingt simpel. Die meisten unterschätzen ihn trotzdem massiv.

Tutorials geben dir das theoretische Fundament. Aber erst wenn du selbst anfängst, Sachen zu bauen, fängst du wirklich an zu lernen. Du stößt auf Fehler, die du selbst lösen musst. Du googelst, probierst, scheiterst, versuchst es nochmal. Genau dabei entwickelst du das wichtigste Werkzeug eines Entwicklers: Problemlösungsfähigkeit.

Du weißt nicht, was du bauen sollst? Kein Problem. Schau dir ein Tutorial an, bau es 1:1 nach und füge danach deine eigenen Ideen hinzu. Neues Design, ein extra Feature, eine andere Logik. Das reicht völlig.

Pass dabei auf die sogenannte Tutorial Hell auf. Das ist der Zustand, in dem du Kurs nach Kurs konsumierst, ohne eine einzige Zeile Code selbst zu schreiben. Schau lieber eine Stunde Video und setz das Gelernte danach sofort um. Auch kleine Experimente zählen. Schreib einfach mal selbst, was du gerade gesehen hast, statt nur darauf zu vertrauen, dass es im Video funktioniert hat.

Such dir einen Accountability-Partner

Über diesen Tipp redet kaum jemand. Dabei macht er einen riesigen Unterschied.

Ein Accountability-Partner ist einfach jemand mit einem ähnlichen Ziel. Ihr haltet euch gegenseitig auf dem Laufenden: Hast du heute schon programmiert? Was hast du diese Woche gelernt? Hast du schon Bewerbungen rausgeschickt?

Das muss kein Freund aus dem echten Leben sein. Such in Kommentarspalten, auf Reddit oder in Discord-Servern nach jemandem, der gerade dasselbe durchmacht wie du. Alleine zu lernen ist möglich. Mit jemandem, der dich in die Pflicht nimmt, ist es einfacher.

Bleib am Anfang bei einer Technologie

Ein klassischer Anfängerfehler: Du glaubst, du musst fünf Programmiersprachen gleichzeitig lernen, um später einen Job zu finden. Das stimmt nicht.

Die Grundkonzepte des Programmierens, also Variablen, Schleifen, Bedingungen, Funktionen, sind in fast allen Sprachen gleich. Wenn du sie in einer Sprache verstehst, lernst du die nächste viel schneller. Wer ständig zwischen Sprachen springt, baut nirgendwo echtes Fundament auf.

Wenn du in die Webentwicklung willst: HTML, CSS und JavaScript zuerst. Bleib dabei, bis du dich sicher fühlst. Unser Fullstack Web Developer Kurs gibt dir genau das: einen klaren Lernpfad, der dich vom absoluten Anfänger bis zur ersten Bewerbung bringt, ohne dass du dir selbst zusammensuchen musst, was du als nächstes lernen sollst.

Als Anfänger bist du ein Investment, kein Bittsteller

Das ist der Tipp, über den auf Social Media kaum jemand redet. Obwohl er so viel ändert.

Wenn du dich als Berufseinsteiger bewirbst, bist du für das Unternehmen zunächst ein Investment. Die Firma erwartet nicht, dass du von Tag eins an voll produktiv bist. Sie investiert in dich mit der Erwartung, dass du nach ein bis zwei Jahren ein echter Gewinn für das Team bist.

Was bedeutet das konkret? Erstens: Mach dich locker mit Stellenanzeigen. Junior-Positionen sind für Anfänger ausgeschrieben. Du musst nicht alles mitbringen, was da steht. Zweitens: Fokussier dich am Anfang mehr aufs Lernen als aufs Gehalt. Social Media ist voll mit Geschichten über Einstiegsgehälter von 50.000 Euro und mehr. Die gibt es. Aber sie sind nicht die Regel, und wer seinen ersten Job ablehnt, weil das Gehalt nicht stimmt, verpasst vor allem eins: echte Berufserfahrung.

Die kommt mit der Zeit. Startups sind oft besser zum Lernen als große Konzerne. Du bekommst mehr Einblicke, mehr Verantwortung, schneller. Das erste Jahr geht ums Lernen. Danach bist du in der Position, Forderungen zu stellen, Jobs zu wechseln und deine Karriere aktiv zu gestalten.

Falls du als Arbeitssuchende oder Arbeitssuchender einsteigen willst: Über einen Bildungsgutschein vom Jobcenter oder der Agentur für Arbeit kannst du unsere geförderte Qualifikation zum Web Developer komplett kostenlos absolvieren.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, programmieren zu lernen?

Das hängt stark von deinem Zeitaufwand und davon ab, wie konsequent du eigene Projekte baust. Mit 30 Minuten täglich und regelmäßigem Praxisanteil kannst du innerhalb von 12 bis 18 Monaten das Niveau erreichen, um dich auf Junior-Stellen zu bewerben. Wer mehr Zeit investiert, schafft das auch schneller.

Mit welcher Programmiersprache soll ich anfangen?

Für Webentwicklung: HTML und CSS zuerst, dann JavaScript. Das sind die Grundlagen, ohne die nichts läuft. Danach kannst du entscheiden, ob du ein Framework wie React dazunimmst. Für andere Bereiche gilt dasselbe Prinzip: such dir eine Sprache aus und bleib dabei, bis du die Grundkonzepte wirklich sitzt.

Wie finde ich meinen ersten Job ohne Berufserfahrung?

Bau ein Portfolio mit eigenen Projekten, bewirb dich gezielt auf Junior-Positionen und Werkstudentenstellen, und sei offen für ein Einstiegsgehalt, das noch nicht das Endgehalt ist. Das erste Ja ist wichtiger als das perfekte Angebot. Sobald du ein Jahr Berufserfahrung hast, sieht der Markt für dich komplett anders aus.

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