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11. Mai 2021 · DevKarriere Redaktion

📚 PROGRAMMIEREN LERNEN für Anfänger 5 SCHRITTE Anleitung zum Programmieren lernen ohne Vorkenntnisse

Programmieren Lernen Web Development Quereinsteiger Tools

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Der Weg ins Programmieren startet mit einer einfachen Frage: Warum willst du überhaupt programmieren? Deine Antwort zeigt dir sofort, welche Sprache du lernen solltest – ob JavaScript und HTML für Web Development, Python für Data Science oder C# für Game Development. Mit den richtigen fünf Schritten und etwas Durchhaltevermögen schaffst du den Einstieg auch ohne Vorkenntnisse.

Schritt 1: Wähle eine Sprache, die zu deinem Ziel passt

Die erste Frage ist nicht “welche Sprache ist die beste?” sondern: Warum willst du überhaupt programmieren lernen? Die Antwort zeigt dir direkt, wo du anfangen solltest.

Willst du Webseiten und Apps bauen? Dann fang mit HTML, CSS und JavaScript an. Interessierst du dich für Data Science oder KI? Dann ist Python der richtige Einstieg. Möchtest du 3D-Spiele entwickeln? Schau dir Unity an und lern C#.

Wenn du noch gar keine Richtung hast: Python, Java und JavaScript sind drei solide Optionen. Ich habe selbst mit Java angefangen und fand das gut, weil man dort Konzepte wie Datentypen von Anfang an direkt lernt. Letztlich kommt es aber mehr auf deine Konsequenz an als auf die Wahl der Sprache.

Schritt 2: Lerne die Programmier-Grundlagen

Variablen, Funktionen, Schleifen, Bedingungen. Das sind die Bausteine, die du in jeder Sprache brauchst. Die musst du wirklich verstehen, nicht nur auswendig kennen.

Der wichtigste Tipp hier: Fang einfach an. Kein perfekter Plan, kein Warten auf den richtigen Moment. Such dir auf YouTube ein Tutorial für deine Sprache, zum Beispiel “Java Beginner Tutorial”, und leg los. Die meisten guten Tutorials sind auf Englisch. Falls das ein Problem ist: Im deutschsprachigen Raum gibt es auf YouTube auch einige gute Optionen. Für strukturierte Video-Kurse lohnt sich Udemy, die kosten meistens 11 bis 14 Euro, wenn du auf einen Rabatt wartest.

Aber pass auf eine Falle auf: die sogenannte Tutorial Hell. Das ist der Zustand, in dem du Video für Video konsumierst, selbst aber nie wirklich programmierst. Du lernst Programmieren nicht durch Zuschauen. Von Anfang an mitschreiben, Fehler machen, Probleme lösen — das ist der Weg.

Schritt 3: Bau eigene Projekte, so früh wie möglich

Der Wechsel von “ich schaue Tutorials” zu “ich baue selbst etwas” ist das Wichtigste überhaupt. Und dieser Wechsel sollte so früh wie möglich passieren. Schritte 2 und 3 laufen am besten parallel.

Dein erstes Projekt muss nichts Beeindruckendes sein. Ein Taschenrechner in der Konsole reicht völlig aus. Danach vielleicht ein kleines Textspiel. Wenn du ein YouTube-Tutorial als Vorlage nimmst, ist das okay. Kopiere den Code aber nicht einfach blind und lass ihn dann liegen. Nimm ihn als Ausgangspunkt und bau ihn mit eigenen Ideen weiter aus.

Wichtig dabei: Überfordere dich nicht. Führe pro Projekt maximal ein bis zwei neue Konzepte ein. Wer als Web-Einsteiger sofort Frontend, Backend und Datenbank auf einmal lernen will, verliert schnell die Motivation.

Wenn du nach einer strukturierten Ausbildung suchst, bei der du direkt an echten Projekten arbeitest, schau dir unseren Fullstack Web Developer Kurs an. Der ist genau auf diesen praxisorientierten Ansatz aufgebaut.

Schritt 4: Erweitere deinen Horizont

Wenn die Grundlagen sitzen und du ein paar kleine Projekte gebaut hast, wird es Zeit für den nächsten Level. Moderne Software läuft kaum noch ohne Frameworks und Libraries. Das sind Code-Bibliotheken, die andere Entwickler geschrieben haben und die du in deinen eigenen Projekten nutzen kannst.

Im Web-Bereich bedeutet das zum Beispiel: React oder Vue für das Frontend, Node.js mit Express für das Backend. In Python wären es Pandas oder NumPy für Data Science.

Schritt 4 ist auch der Moment, an dem du dir andere Sprachen anschauen kannst, wenn deine erste dich nicht mehr begeistert. Aber nicht vorher. Lern erst die Grundlagen mit einer Sprache durch, bevor du wechselst. Wer alle zwei Wochen die Sprache tauscht, kommt nie wirklich vom Fleck.

Schritt 5: Bleib dran

Das ist der Schritt, an dem die meisten scheitern. Nicht weil Programmieren zu schwer ist, sondern weil die Motivation nach ein paar Wochen nachlässt.

Du musst keine sechs Stunden täglich programmieren. 20 bis 30 Minuten am Tag reichen, wenn du es konsequent machst. Besser wenig und regelmäßig als viel und unregelmäßig. Wer zwei Monate Pause macht und dann neu anfängt, weiß oft nichts mehr von dem, was er vorher gelernt hat.

Zwei Dinge helfen dabei wirklich: Erstens, such dir einen Lernpartner. Gemeinsam macht es mehr Spaß, und ihr pusht euch gegenseitig. Zweitens: Hab Spaß dabei. Wer programmieren nur als Pflichtübung sieht, kommt deutlich langsamer voran als jemand, der wirklich Lust darauf hat.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, programmieren zu lernen?

Das hängt davon ab, wie regelmäßig du übst. Mit 30 Minuten täglich kannst du nach drei bis sechs Monaten die Grundlagen einer Sprache sicher beherrschen und erste eigene Projekte umsetzen. Für einen professionellen Einstieg in die Webentwicklung solltest du eher ein Jahr einplanen.

Welche Programmiersprache ist am besten für Anfänger?

Es gibt keine universell beste Sprache. Für Webentwicklung ist JavaScript eine gute Wahl, für Data Science Python, für Spieleentwicklung C# mit Unity. Wer noch keine konkrete Richtung hat, liegt mit Python, Java oder JavaScript am wenigsten falsch.

Kann ich ohne Studium Programmierer werden?

Ja. Viele erfolgreiche Entwickler sind Quereinsteiger ohne Informatikstudium. Wichtiger als ein Abschluss sind dein Portfolio und deine praktischen Fähigkeiten. Über unsere geförderte Qualifikation zum Web Developer kannst du die Ausbildung sogar über den Bildungsgutschein des Jobcenters finanzieren lassen.

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