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5. Juni 2025 · DevKarriere Redaktion

Online-Kurse verbrennen dein Geld beim Programmieren lernen

Quereinsteiger Weiterbildung Programmieren Karriere Web Development

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Die meisten günstigen Online-Kurse sind Geldverschwendung für Quereinsteiger wie dich – sie werden einmal aufgenommen und an alle verkauft, egal ob du Anfänger oder fortgeschrittener bist. Du bekommst Videos, aber keinen individuellen Fahrplan für deinen Weg und niemand kontrolliert, ob du dich auf dem richtigen Kurs befindest.

Warum ein 20-Euro-Kurs keine Karriere baut

Online-Kurse funktionieren nach einem einfachen Prinzip: eine Größe für alle. Egal ob du 28 oder 42 bist, ob du Vorkenntnisse hast oder bei null anfängst, ob du Frontend-Entwickler werden willst oder Fullstack. Der Kurs bleibt gleich.

Das Problem: Dein Ziel ist nicht gleich. Als Quereinsteiger, der nebenberuflich lernt, brauchst du einen Fahrplan, der zu deiner Situation passt. Zu deiner verfügbaren Zeit, zu deinen Vorkenntnissen und zu dem Job, den du am Ende haben willst. Ein 20-Euro-Kurs auf einer der großen Plattformen bietet das nicht. Der wurde einmal aufgenommen und wird seitdem verkauft, egal an wen.

Du lernst allein, und niemand schaut hin

Bei einem Online-Kurs zahlst du, bekommst Zugang zu Videos, und damit war’s. Niemand überprüft, ob du die Aufgaben machst. Niemand gibt dir Feedback auf deinen Code. Niemand fragt nach, warum du seit zwei Wochen nicht mehr eingeloggt bist.

Gerade wenn du berufstätig bist, ist das ein echtes Problem. Nach einem langen Arbeitstag fehlt oft die Energie, sich freiwillig alleine vor den Laptop zu setzen und Videos zu schauen. Wenn dann noch die Struktur fehlt, also kein Zeitplan, keine Zwischenziele, keine Deadlines, dann hören die meisten Leute irgendwann einfach auf. Nicht weil sie es nicht wollen, sondern weil nichts da ist, das sie bei der Stange hält.

Hinzu kommt das Gefühl, vollständig allein zu lernen. Kein Austausch mit anderen, keine Gemeinschaft, die einen antreibt. Das zieht die Motivation runter, schneller als man denkt.

Veraltete Inhalte und zu wenig Tiefe

Viele Online-Kurse wurden vor drei, vier, fünf Jahren aufgenommen. Frameworks haben sich seitdem verändert. Best Practices auch. Wer heute mit React oder Node.js arbeiten will, bekommt in einem alten Kurs unter Umständen veralteten Code gezeigt, der so in der Praxis nicht mehr verwendet wird.

Auch die Tiefe fehlt oft. Für 20 oder 30 Euro bekommt man einen Überblick, keinen echten Einstieg ins Handwerk. Konzepte werden angerissen, aber nicht wirklich vertieft. Am Ende hat man vielleicht ein grobes Bild davon, wie Programmierung funktioniert, aber kein Portfolio-Projekt und keine Fähigkeiten, die man im Bewerbungsgespräch zeigen könnte.

Was Online-Kurse wirklich kosten: die Opportunitätskosten

Es gibt einen Begriff aus der Wirtschaft: Opportunitätskosten. Also die Kosten, die entstehen, weil du dich für Option A entschieden hast statt Option B. Genau das ist das eigentliche Problem mit günstigen Kursen.

Wenn du ein Jahr lang mit verschiedenen Online-Kursen herumprobierst, ohne voranzukommen, dann hast du nicht 120 Euro verloren. Du hast ein Jahr verloren. Ein Jahr, in dem du kein Gehalt als Entwickler verdient hast. Ein Jahr, in dem du unter schlechteren Arbeitsbedingungen geblieben bist. Das ist der eigentliche Preis.

Als Quereinsteiger hast du diesen Luxus nicht. Du hast einen Job, vielleicht eine Familie, Verpflichtungen. Die Zeit, die du zum Lernen hast, ist begrenzt. Die muss effizient genutzt werden. Entweder du kommst voran, oder du verlierst irgendwann die Motivation.

Was du stattdessen tun solltest

Es gibt Alternativen, und die kosten nicht unbedingt ein Vermögen.

Individuelle Begleitung suchen: Lerne in einer Umgebung, in der jemand auf dich schaut. Das kann eine strukturierte Weiterbildung sein, wie der Fullstack Web Developer Kurs von DevKarriere, wo Mentoren deinen Fortschritt aktiv begleiten. Oder ein Discord-Server mit aktiver Community, wo du echte Fragen stellen kannst und Feedback bekommst. Irgendjemand muss draufschauen.

Einen Lernpfad wählen und dabei bleiben: Hör auf, Kurse zu sammeln. Drei Kurse zum gleichen Thema von drei verschiedenen Personen machen dich nicht dreimal so gut. Sie machen dich verwirrt. Entscheide dich für einen strukturierten Weg und folge ihm konsequent.

Eigene Projekte bauen: Das ist das Wichtigste. Videos schauen ist kein Programmieren. Wenn du dich bewirbst, wirst du gefragt, was du gebaut hast, nicht welche Kurse du absolviert hast. Fang so früh wie möglich an, eigene Sachen zu programmieren, auch wenn sie klein sind. Das ist am Ende mehr wert als jeder Kurs.

Wer eine geförderte Option sucht: Über den Bildungsgutschein-Kurs von DevKarriere lässt sich eine strukturierte Weiterbildung über Jobcenter oder Agentur für Arbeit finanzieren.


Häufige Fragen

Sind Online-Kurse zum Programmieren komplett sinnlos?

Nicht komplett. Als erster Orientierungspunkt, um zu verstehen, ob dir das Thema überhaupt liegt, können sie hilfreich sein. Als alleiniger Lernweg für einen Berufsumstieg reichen sie aber nicht aus. Dafür fehlen Struktur, Feedback und Aktualität.

Wie lange dauert es realistisch, als Quereinsteiger Programmieren zu lernen?

Das hängt stark davon ab, wie viel Zeit du pro Woche investieren kannst und ob du strukturiert lernst oder dich von Kurs zu Kurs hangelst. Mit einer klaren Struktur und 10 bis 15 Stunden pro Woche ist ein Berufseinstieg als Junior Web Developer innerhalb von 12 bis 18 Monaten realistisch.

Was unterscheidet eine strukturierte Weiterbildung von einem Online-Kurs?

Bei einer guten Weiterbildung hast du einen individuellen Lernplan, regelmäßiges Feedback und Mentoren, die dich kennen. Du bist nicht allein, und dein Fortschritt wird aktiv begleitet. Bei einem Online-Kurs kaufst du die Videos und bist danach auf dich gestellt.

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