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5. März 2025 · DevKarriere Redaktion

Nur Absagen bei Bewerbungen? So bekommst du einen Job als Softwareentwickler

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Die meisten Absagen entstehen, weil zwei Dinge zusammenkommen: Deine Unterlagen machen keinen guten Eindruck und deine fachlichen Skills reichen noch nicht. Das Gute: Beide Probleme sind lösbar, wenn du ehrlich mit dir selbst bist und an den richtigen Stellschrauben drehst.

Warum du Absagen bekommst und was du dagegen tun kannst

Die meisten Quereinsteiger, die beim Bewerben nur Absagen kassieren, haben zwei Probleme gleichzeitig: Die Unterlagen machen keinen guten Eindruck, und die fachlichen Skills reichen noch nicht aus. Beides lässt sich lösen, aber es braucht Ehrlichkeit dir selbst gegenüber. Hier sind die konkreten Stellschrauben.

Lebenslauf optimieren: Häufiger Fehler als gedacht

Viele unterschätzen, wie wichtig der erste Eindruck auf Papier ist. Recruiter schauen sich einen Lebenslauf durchschnittlich nur wenige Sekunden an. Was sie in dieser Zeit sehen müssen: wer du bist, was du kannst, ob du professionell wirkst.

Professionelles Bewerbungsfoto. Kein Urlaubsbild, kein Selfie vor der Raufasertapete. Ein Friseurtermin plus ein Fotograf im Einkaufszentrum kosten zusammen unter 100 Euro. Das Foto kannst du dann auch auf LinkedIn und GitHub verwenden.

Kurz und übersichtlich. Eine Seite ist ideal, zwei Seiten gehen noch. Alles darüber liest niemand. Keine buntgemischten Vorlagen mit fünf Farben und endlosen Abständen.

Richtiges hervorheben. Deine Programmierkenntnisse gehören weit nach oben. Auf welcher Grundschule du warst, interessiert keinen. Eigene Projekte rein, Portfolio verlinken, zeigen was du draufhast.

LinkedIn: Ein Profil das nach Branche aussieht

Ein halbfertiges LinkedIn-Profil mit drei Kontakten und leerem Lebenslauf macht einen schlechteren Eindruck als kein Profil. Wer sich in der IT bewirbt und auf LinkedIn nicht auffindbar ist, signalisiert: Ich bin in dieser Welt noch nicht angekommen.

Füll dein Profil an einem Abend aus: ordentliches Foto, ein Banner mit Bezug zum Programmieren, kurze Beschreibung, deine Skills eingetragen. Dann fang an, dich mit anderen zu vernetzen, auch mit Leuten aus der Branche.

Das kostet ein paar Stunden und hebt dich von einem Großteil der Bewerber ab.

Portfolio-Website: Zeig was du wirklich kannst

Als Quereinsteiger ohne jahrelange Berufserfahrung brauchst du eine eigene Portfolio-Website. Sie gibt dir die Möglichkeit zu zeigen, was du wirklich draufhast.

Kauf dir eine eigene Domain, zum Beispiel vorname-nachname.de. Das kostet etwa 10 Euro im Jahr. Automatisch generierte Adressen machen keinen guten Eindruck. Was kommt rein? Alle Projekte die du entwickelt hast. Auch kleinere Sachen aus dem Lernprozess zählen. Hauptsache du hast etwas vorzuzeigen.

Wer noch auf der Suche nach einem strukturierten Einstieg ins Web Development ist, kann sich über die Frontend Fundamentals bei DevKarriere informieren, wo du genau die Grundlagen lernst die du für erste gute Portfolio-Projekte brauchst.

Ablehnungen tracken und auswerten

Kaum jemand macht das, obwohl es naheliegend wäre: Schreib dir auf, wo du dich beworben hast und warum du nicht genommen wurdest. Wer das nicht tut, schickt monatelang dieselben Unterlagen los und wundert sich, dass sich nichts ändert.

Wenn du regelmäßig die gleiche Rückmeldung bekommst, kannst du konkret reagieren. Häufig “fehlende Praxiserfahrung”? Dann brauchst du mehr Projekte. Kein Feedback? Dann liegt es wahrscheinlich an der Außenwirkung.

Bewerbungen ohne Tracking ist wie Training ohne Protokoll. Du weißt nicht, was funktioniert.

Der unbequeme Teil: Fähigkeiten ehrlich bewerten

Das ist der Punkt, den viele nicht hören wollen. Die meisten Quereinsteiger, die nur Absagen bekommen, überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten.

Ein Bootcamp-Abschluss oder eine Umschulung zeigt, dass du ein Programm durchlaufen hast. Das sagt aber nichts darüber aus, ob du eigenständig Software entwickeln kannst. Kannst du von Null an eine App planen und umsetzen? Hast du jemals selbst überlegt, was eine Anwendung können soll, das aufgeschrieben und dann programmiert?

Wenn nicht, bist du wahrscheinlich noch nicht auf dem Level, das Arbeitgeber suchen. Das ist keine Kritik, sondern ein Startpunkt.

Arbeitgeber haben oft die Wahl zwischen einem 20-jährigen Fachinformatiker und einem 40-jährigen Quereinsteiger mit ähnlichem Papierkram. Wenn du als Quereinsteiger punkten willst, musst du fachlich besser sein. Gute Projekte, ein starkes Portfolio, ein breites Skillset. Gerade im Web-Bereich lohnt es sich, HTML, CSS und JavaScript richtig zu beherrschen. Wer nur ältere oder wenig gefragte Sprachen gelernt hat, sollte das ausbauen.

Wer das strukturiert angehen will, kann sich über den geförderten Web Developer Kurs informieren, der auch über Bildungsgutschein finanzierbar ist.

Häufige Fragen

Warum bekomme ich als Quereinsteiger Absagen, obwohl ich eine Umschulung gemacht habe?

Eine Umschulung zeigt, dass du ein Programm abgeschlossen hast. Nicht mehr und nicht weniger. Viele Arbeitgeber testen im Gespräch oder mit einer kleinen Aufgabe, ob jemand wirklich programmieren kann. Wer das nicht kann, bekommt eine Absage, egal welchen Abschluss er vorweisen kann. Der Weg aus diesem Dilemma ist, eigene Projekte umzusetzen und ein Portfolio aufzubauen, das deine Fähigkeiten belegt.

Was gehört in ein gutes Portfolio als Quereinsteiger?

Projekte, die du selbst geplant und von Null entwickelt hast. Keine reinen Tutorial-Klone. Das zeigt Arbeitgebern, dass du eigenständig denken und entwickeln kannst. Auch kleinere Apps oder Websites zählen, solange du den Code erklären und auf GitHub zeigen kannst.

Lohnt es sich als älterer Quereinsteiger noch in die IT zu wechseln?

Ja, wenn du wirklich gut wirst. Wer als 40-Jähriger sein Handwerk beherrscht, ein starkes Portfolio mitbringt und das im Gespräch rüberbringt, hat realistische Chancen. Der Nachteil im Vergleich zu jüngeren Bewerbern wird durch Qualität ausgeglichen. Das setzt voraus, dass du nicht beim Zertifikat stehen bleibst, sondern deine Skills kontinuierlich ausgebaut hast.

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