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25. Mai 2021 · DevKarriere Redaktion

🎓 Muss man PROGRAMMIEREN LERNEN fürs STUDIUM? - Programmieren im Wirtschaftsinformatik Bachelor

Studium Programmieren Lernen Softwareentwicklung

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Im Wirtschaftsinformatik-Bachelor sind Programmierkurse Pflichtveranstaltungen, unabhängig von deinen Vorkenntnissen. Die Universitäten lehren von Grund auf, meist mit Java, wobei der Unterricht bewusst theoretisch und ohne moderne IDE-Komforts gestaltet ist. Du kannst also ohne Programmiererfahrung starten, solltest aber mit einer steilen Lernkurve rechnen.

Was dich im ersten Semester wirklich erwartet

Die ersten beiden Semester im Wirtschaftsinformatik-Bachelor sind stark von Programmierkursen geprägt. An der Uni Mannheim zum Beispiel gibt es das Programmierpraktikum 1 und 2 (PP1 und PP2) sowie Praktische Informatik 1 und 2. Pflichtveranstaltungen für alle, egal ob du vorher schon programmiert hast oder nicht.

In PP1 lernst du Java von Grund auf. Und das deutlich theoretischer als in einem Online-Kurs: Im ersten Semester arbeitest du mit Ubuntu und dem Texteditor Emacs, ohne automatische Codevervollständigung oder einen Play-Button. Kompilieren und Ausführen läuft manuell im Terminal. Klingt umständlich, zwingt dich aber dazu, wirklich zu verstehen, was hinter dem Code passiert.

Dazu kommt: Jede Woche gibt es Übungsblätter, die du abgeben musst. Wer am Ende nicht mindestens 60 bis 70 Prozent der Punkte gesammelt hat, wird zur Klausur gar nicht zugelassen. Das ist keine Option, das ist Pflicht.

Warum Vorwissen trotzdem ein Vorteil ist

Im Studium geht der Stoff schnell. Sehr schnell. Was in der Schule ein ganzes Jahr füllt, ist in der Uni nach wenigen Wochen durch. Wer da schon mal eine Schleife geschrieben hat, ist deutlich weniger überwältigt.

Und der Stress im ersten Semester kommt nicht nur vom Programmieren. Wo ist der Hörsaal? Wie funktioniert die Bürokratie? Wann muss ich mich für Klausuren anmelden? Wer wenigstens einen Teil des Lernstoffs schon kennt, hat mehr Kapazität für den Rest.

Ab dem vierten Semester steigt der Anspruch weiter: Im Software-Engineering-Praktikum programmiert ihr in der Gruppe ein vollständiges Spiel in Java, inklusive Netzwerkfunktionalität und Nutzerprofilen. Auch da hilft eine solide Basis.

Theorie statt Tutorials: Der Unterschied, der zählt

Hier kommt etwas, das viele unterschätzen. Selbst wer über YouTube oder eigene Projekte schon programmieren gelernt hat, stößt im Studium auf echtes Neuland. Der Ansatz ist grundlegend anders.

Praktisches Selbstlernen zeigt dir, wie du etwas baust. Das Studium erklärt dir, warum es so funktioniert. Zugriffsmodifikatoren, formale Grundlagen der Informatik, Sortieralgorithmen die du selbst implementierst. Das ist kein Tutorial-Projekt, das ist Informatik als Wissenschaft.

Das gilt übrigens in beide Richtungen: Wer die Theorie aus dem Studium kennt, aber nie eine echte Webseite gebaut hat, wird im Job trotzdem vieles erst noch lernen müssen. Theorie und Praxis ergänzen sich, aber keines ersetzt das andere.

Lohnt es sich, vor dem Studium selbst anzufangen?

Ja. Wenn du Zeit und Lust hast, fang an. Nicht wegen der Noten, sondern weil du dabei herausfindest, ob dir das Thema wirklich liegt.

Java ist für das Studium sinnvoll, weil es genau die Sprache ist, die du dort brauchen wirst. Wer sich aber für den praktischen Einstieg entscheidet, sollte auch HTML, CSS und JavaScript ausprobieren. Du siehst schneller Ergebnisse, und du bekommst ein Gefühl dafür, wie Web Development im echten Berufsleben aussieht.

Falls du merkst, dass du gar kein Studium brauchst und lieber direkt in den Job willst, gibt es direktere Wege. Mit unserem Fullstack Web Developer Kurs lernst du praxisorientiert genau das, was Arbeitgeber wirklich suchen. Und wer sich das über einen Bildungsgutschein fördern lassen möchte, kann sich hier informieren: Geförderte Qualifikation zum Web Developer.

Häufige Fragen

Kann man Wirtschaftsinformatik studieren, ohne je programmiert zu haben?

Ja, das ist möglich. Viele Studienanfänger haben keinerlei Programmiererfahrung und kommen trotzdem durch. Wichtig ist, dass du die Übungsblätter konsequent bearbeitest und nicht erst zwei Wochen vor der Klausur anfängst. Wer die Zulassungsschwelle von 60 bis 70 Prozent auf den Übungsblättern schafft, hat eine gute Basis, um die Klausur zu bestehen.

Welche Programmiersprache brauche ich fürs Wirtschaftsinformatik-Studium?

An den meisten deutschen Hochschulen, auch an der Uni Mannheim, wird Java im Grundstudium gelehrt. Java ist objektorientiert, relativ strukturiert und wird im weiteren Studienverlauf für mehrere Fächer gebraucht, unter anderem im Software-Engineering-Praktikum im vierten Semester.

Was ist der Unterschied zwischen Programmieren im Studium und Selbstlernen über Kurse?

Kurse und Tutorials sind anwendungsorientiert: Du lernst, wie du etwas baust. Im Studium geht es um die Theorie dahinter, also Algorithmen, Softwarearchitektur und formale Grundlagen. Wer beides kennt, hat den größten Vorteil. Aber auch nur eines von beidem reicht, um anzufangen.

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