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23. April 2026 · DevKarriere Redaktion

Lohnt sich Wirtschaftsinformatik studieren 2026?

Karriere Quereinsteiger Studium

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Wirtschaftsinformatik gilt als Alleskönner-Studium zwischen IT und Business. Für junge Menschen an einer Präsenzuni, die neben dem Studium Praxis sammeln, ist es eine solide Wahl. Für Quereinsteiger ab 30 ist es in den meisten Fällen ein Umweg, der vier bis fünf Jahre kostet und selten direkt in einen IT-Job führt.

Was Wirtschaftsinformatik überhaupt ist

Bevor wir über Sinn oder Unsinn reden, lohnt sich ein Blick auf das Studium selbst. Wirtschaftsinformatik ist im Grunde genau das, was der Name sagt. Du bekommst ungefähr drei Viertel Informatik und ein Viertel Wirtschaft. Je nach Uni verschiebt sich das Verhältnis ein bisschen.

In Mannheim zum Beispiel war der technische Anteil hoch. Klassische Informatik wie Algorithmen und Datenstrukturen, theoretische Informatik, Mathematik, Algebra, Analysis. Dazu Schnittstellenfächer, in denen es um Projektmanagement für IT-Projekte oder Systeme wie SAP geht. Und dann eben BWL-Grundlagen wie Marketing, Produktion, Finanzwirtschaft und Rechnungswesen.

Verkauft wird das Studium gerne als der goldene Mittelweg. Du verstehst Technik, du verstehst Business, du kannst zwischen beiden Welten vermitteln. Klassische Jobs sind IT-Beratung, Projektmanagement oder SAP-Beratung. Klingt nach allen Türen offen. Stimmt das auch?

Für junge Menschen: gute Wahl

Wenn du gerade mit der Schule fertig bist und dich für Informatik interessierst, ist Wirtschaftsinformatik keine schlechte Sache. Du stellst dich breit auf, bekommst Connections und kannst während des Studiums Praxiserfahrung sammeln. Das ist der entscheidende Punkt.

An einer guten Präsenzuni hast du Zugang zu Werkstudentenjobs, Forschungsprojekten und Unternehmenskontakten. Wer das ganze Studium über parallel arbeitet, programmiert oder in Firmen mitwirkt, baut sich neben dem Abschluss echte Skills auf. Die Kombi aus Theorie und Praxis macht den Unterschied.

Mach also nebenbei was. Praktika, Werkstudentenjobs, eigene Projekte, Hackathons, Startup-Messen. Wer nur in der Bibliothek hockt und für Klausuren büffelt, hat am Ende vielleicht gute Noten, aber wenig in der Hand. Auf einem Arbeitsmarkt, in dem KI als Argument für weniger Einstellungen dient, ist das ein Problem.

Für Quereinsteiger: meistens ein Fehler

Jetzt zum spannenden Teil. Wenn du schon mitten im Berufsleben stehst, vielleicht 35, 40 oder 45 bist, eine Familie hast und Vollzeit arbeitest, dann sieht die Sache komplett anders aus.

Warum? Du hast in der Woche vielleicht 10 bis 15 Stunden für Weiterbildung. Mehr ist realistisch nicht drin. Wenn du diese Zeit in ein Fernstudium Wirtschaftsinformatik steckst, redest du von vier bis fünf Jahren. Am Ende hältst du einen Bachelor in der Hand. Aber du hast keine praktischen Skills.

Ein Fernstudium ist trocken und theorielastig. Du kommst nicht in Forschungsprojekte, hast keine Werkstudentenstellen, baust keine Kontakte auf. Du büffelst alleine zu Hause Module durch und schreibst Klausuren. Das macht dich nicht zum Programmierer, nicht zum Berater und auch nicht zum SAP-Experten.

Zettel schlägt Skills nicht mehr

Auf dem heutigen Arbeitsmarkt brauchst du echte Fähigkeiten. Ein Abschluss reicht nicht. Wenn ein Arbeitgeber die Wahl hat zwischen einem 21-jährigen Generalisten frisch von der Uni und dir mit 45 Jahren als Generalist, fällt die Entscheidung leicht. Und sie geht selten zu deinen Gunsten aus.

Anders sieht es aus, wenn du Spezialist bist. Wenn du mit 45 richtig gut programmieren kannst, eigene Projekte gebaut hast und in der Lage bist, einen konkreten Job in einer Firma auszufüllen, hast du eine echte Chance. Dein Alter wird zum Nebenthema. Deine Skills sind das Hauptthema.

Genau das ist der Punkt. Als Quereinsteiger lebst du nicht von Breite, sondern von Tiefe in einem Bereich.

Was stattdessen funktioniert

Wenn du als Quereinsteiger in die IT willst und dich für Programmierung interessierst, ist der Weg ziemlich klar:

In dieser Zeit kommst du an einen Punkt, an dem du dich seriös auf Junior-Stellen bewerben kannst. Mit einem konkreten Portfolio, das zeigt, was du kannst. Das schlägt jeden Fernstudium-Bachelor.

Programmieren ist auch deshalb so dankbar, weil du sofort üben kannst. Du brauchst nur einen Laptop. Du baust Webseiten, Apps und kleine Tools, lernst dabei und sammelst Beweise für dein Können. Im Vorstellungsgespräch kannst du diese Projekte zeigen statt nur Module aufzuzählen. Wer das Ganze strukturiert angehen will und bei Arbeitslosigkeit auch finanzielle Unterstützung sucht: Unsere geförderte Web-Developer-Ausbildung ist über den Bildungsgutschein von Jobcenter und Agentur für Arbeit finanzierbar.

Fazit

Lohnt sich Wirtschaftsinformatik? Es kommt drauf an, wo du stehst.

Wenn du jung bist, an eine gute Uni gehen kannst und nebenbei Praxis sammelst, ist es eine solide Entscheidung. Du baust dir ein breites Fundament für eine lange Karriere.

Wenn du Quereinsteiger bist, ist es in den meisten Fällen die falsche Wahl. Vier bis fünf Jahre Fernstudium bringen dich nicht in einen IT-Job. Skills bringen dich in einen IT-Job.

Genau dabei helfen wir bei DevKarriere. In unseren Weiterbildungen lernst du in 6, 12 oder 18 Monaten richtig programmieren als Web Developer für Frontend, Backend oder Fullstack. Nebenberuflich oder Vollzeit, auch gefördert über die Agentur für Arbeit. Wenn dich das interessiert, hol dir ein kostenloses Erstgespräch und finde raus, ob das dein Weg sein könnte.

Häufige Fragen

Lohnt sich Wirtschaftsinformatik für Quereinsteiger?

In den meisten Fällen nicht. Ein Fernstudium dauert vier bis fünf Jahre, ist stark theorielastig und bringt dir keine praktischen Programmierskills. Arbeitgeber suchen Spezialisten mit nachweisbaren Fähigkeiten, keinen Generalisten mit Abschluss. Als Quereinsteiger kommst du mit einer gezielten Weiterbildung von 12 bis 18 Monaten schneller ans Ziel.

Was ist besser als Wirtschaftsinformatik für einen IT-Quereinstieg?

Eine praxisorientierte Weiterbildung zum Web Developer, idealerweise mit Portfolio-Projekten. Lernziel ist nicht ein Abschluss, sondern die Fähigkeit, konkrete Aufgaben in einem Unternehmen zu übernehmen. Dazu ein GitHub-Profil mit eigenen Projekten — das überzeugt Arbeitgeber mehr als ein Fernstudiums-Bachelor.

Kann man eine IT-Weiterbildung fördern lassen?

Ja. Wer arbeitslos ist oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann einen Bildungsgutschein bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter beantragen. Damit sind AZAV-zertifizierte Weiterbildungen wie unsere Web-Developer-Ausbildung vollständig finanzierbar.

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