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8. August 2023 · DevKarriere Redaktion

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Startup oder Konzern – beide Wege führen zu einer erfolgreichen IT-Karriere, nur mit unterschiedlichen Vorteilen. Im Startup übernimmst du schnell Verantwortung und wächst mit dem Unternehmen, während du im Konzern von stabilen Prozessen, klaren Karrierewegen und besseren Benefits profitierst. Deine Wahl hängt davon ab, ob du lieber schnelle Entwicklung und Eigenverantwortung oder strukturierte Stabilität bevorzugst.

Startup oder Konzern – was ist besser für deine IT-Karriere?

Ob du in einem Startup oder einem Großkonzern anfängst, macht einen riesigen Unterschied für deinen Alltag als Entwickler. Startups bieten dir viel Verantwortung, schnelles Wachstum und manchmal sogar Unternehmensanteile. Konzerne punkten mit klar geregelten Karrierewegen, starken Benefits und stabilen Technologien. Welcher Weg für dich passt, hängt davon ab, was du dir von deiner Karriere wirklich erwartest.

Karrierechancen: Wachsen vs. Aufsteigen

In einem Startup oder einer kleinen Firma bist du oft früh dabei. Das bedeutet: Wenn du der erste Backend-Entwickler bist und das Team wächst, übernimmst du automatisch technische Verantwortung. Du wächst mit dem Unternehmen. In fremdfinanzierten Startups gibt es häufig zusätzlich Aktienoptionen, also eine direkte Beteiligung am Unternehmen. Das gibt es in normalen kleinen Firmen seltener, aber die abwechslungsreiche Arbeit und die Nähe zum Produkt machen dich fit für spätere Schritte, zum Beispiel eine eigene Selbstständigkeit.

Im Konzern läuft es anders. Du kletterst eine klar definierte Karriereleiter hoch: Junior Developer, Developer, Senior Developer, Lead Developer. Alle zwei Jahre ist realistisch eine Beförderung drin, wenn du dich engagierst. Irgendwann kommst du aber an einen Punkt, wo mehr People Management gefragt ist als reines Programmieren. Außerdem wird dein Gehalt oft durch den Tarifvertrag gedeckelt. Wechselst du in die außertarifliche Anstellung, können andere Vorteile wegfallen, weniger Urlaub zum Beispiel oder keine automatische Abgeltung von Überstunden.

Wenn du gezielt auf einen Konzernnamen im Lebenslauf hinarbeitest oder eine klassische Karriere planst, ist der Konzern die naheliegendere Wahl. Für alle anderen ist der Startup-Weg oft spannender.

Arbeitsalltag: Meetings, Autonomie und Overtime

Im Konzern ist der Tag strukturierter. Du kannst früh anfangen oder, wenn die Meetings es erlauben, auch später. Es gibt ein tägliches Stand-up, dazu weitere Termine. Manche Tage bist du fast nur in Meetings, andere Tage hast du deine Ruhe. Neu einzuführende Software muss erst genehmigt werden. Ein Team brauchte tatsächlich eine Sondergenehmigung, um React Native zu nutzen, weil es noch nicht offiziell freigegeben war.

In kleinen Firmen und Startups ist das Gegenteil der Fall. Meetings gibt es auch, aber deutlich weniger. Meist ein kurzes Daily am Morgen, ein paar feste Termine die Woche, fertig. Den Rest der Zeit programmierst du. Dafür kann es vorkommen, dass ein dringender Hotfix abends oder am Wochenende fertig werden muss. Und neue Versionen werden gern noch freitags eingespielt. Klingt stressig, ist aber oft auch Teil des Reizes.

Benefits: Konzern schlägt Startup klar

Hier gibt es wenig zu beschönigen. Kleine Firmen bieten oft kostenlose Getränke und die Möglichkeit, Weiterbildungen vom Arbeitgeber finanzieren zu lassen. Mehr ist selten drin.

Konzerne dagegen haben oft ein ganzes Portfolio an Zusatzleistungen. Bei der Deutschen Bahn etwa gab es 16 Freifahrten, vermögenswirksame Leistungen, ein Mitarbeiter-Vorteilsportal, ein Jobticket und sogar einen Betriebskindergarten. Wer Familie und Job vereinbaren will oder viel pendelt, profitiert davon erheblich. Außerdem sind Auslandsstandorte und temporäre Wechsel ins Ausland in Konzernen keine Seltenheit.

Technologien: Freiheit vs. Stabilität

Das ist einer der größten Unterschiede zwischen den beiden Welten. Startups und kleine Firmen experimentieren mehr. Du arbeitest am aktuellen Stand der Technik, lernst neue Frameworks und Tools. Gleichzeitig kann es passieren, dass du in 15 Jahre alten PHP-Code einsteigst, weil das damals eben der Standard war.

Konzerne setzen auf bewährte Technologien, klassisch etwa Spring Boot mit Angular oder einem anderen großen Frontend-Framework. Der Vorteil: Du lernst solide Grundlagen mit Technologien, die sich durchgesetzt haben und die Arbeitgeber wirklich suchen. Neue Trends musst du dir in der Freizeit beibringen, aber mit einer guten Basis fällt das leichter.

Wenn du gerade erst anfängst, sind diese soliden Grundlagen übrigens genau das, was du brauchst. Im Fullstack Web Developer Kurs von DevKarriere lernst du praxisnah genau die Technologien, mit denen du in beiden Welten einen guten Start hast.


Häufige Fragen

Kann man als Quereinsteiger direkt in einem Konzern anfangen?

Ja, das ist möglich. Konzerne haben oft strukturierte Einstiegsprogramme und stellen auch Bewerber ohne klassischen Informatikabschluss ein, wenn die praktischen Skills stimmen. Wichtig ist, dass du relevante Projekte vorweisen kannst und grundlegende Technologien sicher beherrschst. Laut einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit hat der IT-Arbeitsmarkt trotz konjunktureller Schwankungen weiterhin einen strukturellen Fachkräftemangel, was Quereinsteigern zugutekommt.

Verdient man im Startup oder im Konzern mehr?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Im Konzern ist das Gehalt oft tariflich geregelt und damit verlässlich planbar. Startups zahlen manchmal weniger Fixgehalt, bieten dafür aber Aktienoptionen, die im Erfolgsfall viel wert sein können. Laut dem Stack Overflow Developer Survey variiert das Entwicklergehalt stark nach Unternehmensgröße, Technologie und Region.

Welche Technologien sollte ich als Quereinsteiger zuerst lernen?

Konzentriere dich auf HTML, CSS, JavaScript und eines der großen Frameworks wie React. Das ist die Basis, die in fast jedem Unternehmen gefragt ist, egal ob Startup oder Konzern. Mit dem Frontend Fundamentals Kurs kannst du gezielt mit diesen Grundlagen starten, ohne dich in zu vielen Technologien gleichzeitig zu verlieren.

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