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6. November 2025 · DevKarriere Redaktion

IT-Markt: Junior Entwickler sterben aus

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Die Junior-Stellen in der IT schwinden – wenn du aktuelle Stellenanzeigen schaust, merkst du schnell, dass Unternehmen längst zwei Jahre Erfahrung fordern, selbst für Anfänger-Positionen. Schuld ist die Wirtschaftskrise: Mit kleinerem Budget brauchen Firmen Menschen, die sofort produktiv sind, nicht sechs Monate Einarbeitung. Das Goldene Zeitalter nach Corona, als auch Bootcamp-Abgänger leicht Jobs fanden, ist längst vorbei.

Weniger Stellen, höhere Einstiegshürden

Schau dir aktuelle Stellenanzeigen an und du merkst es sofort: Viele Unternehmen fordern mittlerweile mindestens zwei Jahre Berufserfahrung, selbst für Positionen, die früher explizit als Junior ausgeschrieben waren.

Das liegt nicht daran, dass der IT-Markt tot ist. Es liegt an der aktuellen Wirtschaftslage. Unternehmen haben kleinere Budgets für Einarbeitung. Sie wollen niemanden, der sechs Monate braucht, um produktiv zu werden. Sie wollen jemanden, der ab Woche zwei Gas geben kann.

Das war vor ein paar Jahren anders. Nach Corona, so 2021/2022, wurde in der IT eingestellt, was das Zeug hält. Udemy-Zertifikat, Bootcamp-Abschluss, fertig. Das war eine Ausnahmesituation und sie ist vorbei.

Großprojekte bestimmen den Markt mit

Ein Teil des Rückgangs hängt an großen Konzernen. Viele IT-Firmen sind keine Produktfirmen, sondern Dienstleister für Großkunden. Wenn ein Konzern ein Projekt verschiebt oder streicht, zieht das eine ganze Kette an Aufträgen mit. Weniger Aufträge bedeuten weniger offene Stellen, und weniger offene Stellen bedeuten weniger Platz für Einsteiger.

Das wird sich wieder ändern. Solche Phasen dauern selten länger als ein paar Jahre. Aber wer jetzt einsteigen will, muss mit der aktuellen Lage umgehen, nicht mit der von 2022.

KI übernimmt klassische Junior-Aufgaben

Was früher typische Aufgaben für Junioren waren, also einfache Frontend-Komponenten bauen, Bugs fixen, kleine Features umsetzen, erledigen heute Tools wie GitHub Copilot, Claude oder ChatGPT in Minuten.

Das bedeutet nicht, dass niemand mehr eingestellt wird. Aber Firmen rechnen gerade anders: Lieber eine erfahrene Person plus KI-Lizenz statt zwei Junioren, von denen einer noch viel lernen muss.

Als Entwickler musst du deshalb lernen, KI in deinen Workflow einzubauen. Nicht als Abkürzung ums Verstehen herum, sondern als Werkzeug, das dich schneller macht. Wer das ignoriert, wird schlicht von denen überholt, die es nicht tun.

Quereinsteiger gibt es jetzt viele

Laut einer Studie des Bitkom, dem Branchenverband der deutschen IT-Wirtschaft, stellen bereits über ein Viertel aller IT-Unternehmen Quereinsteiger ein. Ein weiteres Drittel plant, das in Zukunft zu tun. Das ist gute und schlechte Nachricht gleichzeitig.

Gut: Die Branche ist offener geworden für Leute ohne klassisches Informatik-Studium.

Schlecht: Es gibt jetzt deutlich mehr Quereinsteiger auf dem Markt. Ein Zertifikat allein reicht nicht mehr aus, um aufzufallen. Wenn alle dasselbe vorweisen, hebt niemand ab.

Was Firmen heute wirklich suchen

Unternehmen suchen keine Leute, die einfach nur Code tippen können. Sie suchen sogenannte T-shaped Developers: Generalisten mit einem echten Spezialgebiet, die direkt mitdenken können. Konkret heißt das:

Wenn du als Web Developer einsteigen willst, schau dir an, was der Fullstack Web Developer Kurs bei DevKarriere abdeckt. Der Fokus liegt auf praxisrelevanten Skills, nicht auf akademischen Konzepten. Wer über Jobcenter oder Agentur für Arbeit gefördert werden kann, findet hier alle Infos zur geförderten Weiterbildung zum Web Developer.

Häufige Fragen

Gibt es noch Jobs für Quereinsteiger ohne Studium?

Ja. Über ein Viertel aller IT-Firmen stellt bereits Quereinsteiger ein, Tendenz steigend. Entscheidend ist, was du zeigen kannst: echte Projekte, praktisches Verständnis, professionelles Auftreten. Ein Uni-Abschluss ist kein Pflichtkriterium.

Reicht ein Bootcamp aus, um 2025 einen Job zu finden?

Allein nicht mehr. Ein Bootcamp kann dir Grundlagen beibringen, aber du brauchst zusätzlich eigene Projekte, die du vorweisen kannst. Wer nur ein Zertifikat hat und sonst nichts, geht in der Masse unter.

Wie lange dauert es als Quereinsteiger bis zum ersten Job?

Das variiert stark. Manche finden nach sechs Monaten intensivem Lernen ihren ersten Job, andere brauchen länger. Was den Unterschied macht: wie tief du lernst, ob du echte Projekte vorweisen kannst und wie du dich präsentierst.

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