Mit 100 Tagen täglichem Programmieren und öffentlichem Commitment hast du echte, funktionsfähige Ergebnisse statt nur Theorie: Ein browserbasiertes Multiplayer-Strategiespiel, das Inspirationen von Dominion und Siedler von Catan umsetzt. Die Challenge zeigt, dass regelmäßiges, zielgerichtetes Arbeiten – selbst nur eine Stunde täglich – zu einem lauffähigen Projekt führt, das du vorzeigen und ausbauen kannst.
Was steckt hinter der 100 Days of Code Challenge?
Die Regeln sind simpel: jeden Tag mindestens eine Stunde Code schreiben und den Fortschritt auf Social Media teilen. Klingt machbar. Ist es auch, aber über mehrere Monate durchzuhalten ist eine andere Sache.
In diesem Fall hat der Entwickler täglich auf TikTok und Instagram gepostet, mal als normales Video in die Kamera, mal als Zeitraffer beim Coden. Das öffentliche Commitment hat geholfen, auch an schlechten Tagen weiterzumachen. Wenn andere zuschauen, macht man einfach weiter.
Das Projekt: Ein eigenes Multiplayer-Spiel bauen
Das Ziel von Anfang an war klar: ein eigenes Spiel programmieren. Inspiriert von Brettspielen wie Dominion, Carcassonne und Siedler von Catan sollte ein browserbasiertes Multiplayer-Strategiespiel entstehen, bei dem Deck-Building eine zentrale Rolle spielt.
Nach 100 Tagen stand ein spielbarer Prototyp mit funktionierender Lobby, Chat und Multiplayer-Mechaniken. Das Spiel heißt Crown und spielt in einem mittelalterlichen Setting. Noch nicht öffentlich zugänglich, aber die Grundstruktur steht.
Der Tech-Stack: Diese Technologien kamen zum Einsatz
Das Projekt wurde von zwei Leuten umgesetzt, mit einem Stack, der in der Webentwicklung Standard ist:
- Frontend: JavaScript und React
- Backend: Node.js
- Styling: Tailwind CSS (für das Team neu)
- Echtzeit-Kommunikation: Socket.io für die Multiplayer-Funktionalität
Tailwind CSS und Socket.io waren Neuland. Deswegen haben die beiden nicht direkt mit dem Spiel angefangen, sondern erst mal eine einfache Chat-Applikation gebaut, um die neuen Tools zu lernen. Den Chat gibt es heute noch im Spiel. Ein klassischer Ansatz: kleines Lernprojekt zuerst, dann das große.
Wenn du selbst die Grundlagen von HTML, CSS und JavaScript strukturiert lernen willst, bietet der Frontend Fundamentals Kurs genau diesen Einstieg.
Was wirklich schwierig war
Keine klaren Anforderungen von Anfang an. Das Team hatte eine grobe Idee, aber keinen konkreten Plan. Das führte zu vielen Überarbeitungszyklen: Feature gebaut, Bugs gefunden, Code refactored, von vorne. Wer schon mal ein eigenes Projekt gebaut hat, kennt das.
Die tägliche Stunde war nicht immer einfach. Was geholfen hat: feste Zeitblöcke. Immer vor dem Abendessen eine Stunde, manchmal auch direkt danach. Der Rest des Tages für Studium, Arbeit und alles andere.
Eine Stunde täglich klingt nach wenig. Aber 100 Stunden über 100 Tage sind 100 Stunden echtes Projekt, echte Probleme, echte Lösungen. Genau das ist auch die Realität für Quereinsteiger, die neben dem Job eine neue Karriere aufbauen wollen. Du brauchst keinen Vollzeit-Studiengang, du brauchst Konsequenz. Wenn du das strukturiert angehen willst, schau dir den Fullstack Web Developer Kurs an.
Was du aus dieser Challenge mitnehmen kannst
Drei Punkte bleiben hängen:
- Eigene Projekte sind der beste Lehrmeister. Tutorials bringen dich bis zu einem Punkt. Danach lernst du am meisten, wenn du echte Probleme lösen musst.
- Plane zuerst, dann baue. Das Team hätte sich mit einem klareren Plan von Anfang an viel Zeit gespart. Learning by doing ist gut, eine grobe Roadmap ist besser.
- Öffentlichkeit schafft Verbindlichkeit. Täglich etwas zu posten klingt anstrengend. Aber es hat dafür gesorgt, dass die Challenge auch an schwierigen Tagen weiterging.
Falls du gerade arbeitssuchend bist oder über das Jobcenter gefördert werden kannst, lohnt sich außerdem ein Blick auf den geförderten Web Developer Kurs.
Häufige Fragen
Was bringt die 100 Days of Code Challenge wirklich?
Die Challenge zwingt dich, täglich zu programmieren und dran zu bleiben. Das ist der eigentliche Wert, nicht die Stundenzahl. Wer 100 Tage ein Projekt weitertreibt, hat am Ende etwas Vorzeigbares fürs Portfolio und ein deutlich besseres Gefühl für echte Entwicklungsarbeit.
Muss ich schon Vorkenntnisse haben, um die Challenge zu starten?
Nein. Du kannst als absoluter Anfänger einsteigen und täglich ein Tutorial durcharbeiten. Du kannst aber auch direkt mit einem eigenen Projekt loslegen, wie in diesem Fall. Hauptsache, du programmierst täglich und hältst die Regeln konsequent ein.
Wie viel Zeit brauche ich täglich zum Programmieren lernen?
Eine Stunde täglich reicht, wenn du konsequent dabei bleibst. Ein fester Zeitblock hilft: vor dem Abendessen, in der Mittagspause, morgens vor der Arbeit. Egal wann, Hauptsache regelmäßig. Über 100 Tage summiert sich das zu echten Ergebnissen.