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27. März 2026 · DevKarriere Redaktion

Hat sich OpenAI sein eigenes Grab geschaufelt? KI-NEWS

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OpenAI sucht sich private Investoren und verspricht ihnen garantierte Renditen von 17,5% pro Jahr – ein ungewöhnlich hohes Versprechen, das auf ernsthafte finanzielle Probleme des Unternehmens hindeutet. Mit 20 Milliarden Dollar Umsatz, aber offenbar nicht genug Rentabilität, zeigt sich: Selbst die erfolgreichsten KI-Unternehmen kämpfen mit dem klassischen Problem von Tech-Startups – die Gewinne wachsen nicht mit den Kosten.

Der Deal: 4 Milliarden Dollar und eine Rendite-Garantie

Ende März 2025 berichtete Reuters: OpenAI verhandelt mit großen Private-Equity-Firmen wie Bain Capital, TPG und Advent International. Das Ziel ist ein gemeinsames Joint Venture mit 4 Milliarden Dollar Investitionsvolumen bei einer Gesamtbewertung von 10 Milliarden Dollar.

Was das Angebot besonders macht: OpenAI verspricht eine garantierte Mindestrendite von 17,5% pro Jahr. Dazu kommen Mitbestimmungsrechte im neuen Unternehmen und frühzeitiger Zugang zu neuen KI-Modellen, bevor die Öffentlichkeit sie zu sehen bekommt.

Klingt attraktiv. Bis du dir überlegst, wer das eigentlich bezahlen soll.

Die Zahlen, die niemand schönreden kann

2025 hat OpenAI rund 20 Milliarden Dollar Umsatz gemacht. Das ist viel. Aber das Unternehmen hat trotzdem Verluste in Milliardenhöhe geschrieben. OpenAI prognostiziert selbst, bis mindestens 2028 oder 2029 tief in den roten Zahlen zu stecken. Gesamtverluste könnten auf bis zu 140 Milliarden Dollar anwachsen.

Um irgendwann profitabel zu werden, müsste das Unternehmen seinen Umsatz mal 25 steigern. Gleichzeitig hat es sich verpflichtet, 1,4 Billionen Dollar in neue Rechenzentren und Infrastruktur zu investieren. Finanziert über Schulden.

Und genau in diesem Moment garantiert man Investoren fest 17,5% Rendite jährlich.

Ponzi-Schema oder cleveres Manöver?

Das Wort “Ponzi-Schema” kursiert gerade in der Tech-Community, wenn über OpenAI gesprochen wird. Und ja, es gibt strukturelle Ähnlichkeiten: Man verspricht hohe Renditen, finanziert diese aber nicht aus echten Gewinnen, sondern braucht frisches Kapital neuer Investoren.

Noch auffälliger ist das Muster der zirkulären Finanzierung. Nvidia kündigt an, 100 Milliarden Dollar in OpenAI zu investieren. OpenAI gibt in ähnlicher Größenordnung Aufträge bei Nvidia auf. Gleiches Spiel mit Microsoft, Oracle und anderen. Auf dem Papier entstehen riesige Bewertungen, aber real fließt kaum neues Geld.

Ist OpenAI deshalb ein Ponzi-Schema? Nein, das wäre zu weit gegriffen. ChatGPT ist ein echtes Produkt mit echten Nutzern und echtem Umsatz. Aber die Finanzlogik dahinter macht nachdenklich. In der Kryptoszene hat dieser 17,5%-Deal bereits Vergleiche zu Terra Luna ausgelöst, einem Kollaps, der damals viele Firmen in den Ruin getrieben hat.

ChatGPT verliert Nutzer und Vertrauen

Parallel zu diesen Finanznews verliert OpenAI auch auf einem anderen Feld: dem Vertrauen der Nutzer.

Im Januar 2025 hatte ChatGPT noch über 60% Marktanteil unter den KI-Chatbots. Mittlerweile liegt er unter 50%. Ein wesentlicher Grund: das Pentagon bot Anthropic, den Entwicklern von Claude, einen 200-Millionen-Dollar-Vertrag an. Bedingung war, Claude für Massenkriegsführung, Vernichtungswaffen und Überwachungssysteme freizugeben. Anthropic lehnte ab. OpenAI nahm den Deal an.

Das hat viele Nutzer dazu bewogen, ihr Konto zu löschen und zu Claude zu wechseln. OpenAI verliert also gleichzeitig Geld, Marktanteile und die Sympathie eines großen Teils seiner Nutzerbasis. Und macht genau in diesem Moment das aggressivste Finanzangebot seiner Geschichte.

Was das für dich als angehenden Web Developer bedeutet

Eine MIT-Studie aus 2025 untersuchte KI-Investitionen von 30 bis 40 Milliarden Dollar bei verschiedenen großen Unternehmen. Ergebnis: kaum bis gar kein messbarer Return on Investment. Firmen geben enorm viel für KI aus, sehen aber noch keinen realen Gegenwert.

Das klingt entmutigend, wenn du gerade ins Tech-Feld einsteigen willst. Ist es aber nicht. Die Nachfrage nach guten Web Developern bleibt real, unabhängig davon, wie es OpenAI finanziell ergeht. KI-Tools wie Copilot oder ChatGPT sind längst Teil des Arbeitsalltags von Entwicklern. Wer sie sinnvoll einsetzen kann, ist klar im Vorteil.

Das eigentliche Skill-Set bleibt aber dasselbe: solides HTML, CSS und JavaScript, dazu moderne Frameworks und das Verständnis dafür, wie das Web funktioniert. Das lernst du im Fullstack Web Developer Kurs von DevKarriere von Grund auf, praxisnah und ohne akademischen Overhead.


Häufige Fragen

Ist OpenAI ein Ponzi-Schema?

Nein, nicht im klassischen Sinne. Das Unternehmen hat ein echtes Produkt, echte Nutzer und echten Umsatz. Aber die Finanzstruktur hat beunruhigende Ähnlichkeiten: Verluste werden für Jahre prognostiziert, Renditen werden trotzdem garantiert, und frisches Kapital wird gebraucht, um das System am Laufen zu halten.

Platzt gerade die KI-Blase?

Noch nicht, aber es gibt deutliche Warnsignale. Laut einer MIT-Studie aus 2025 blieben bei milliardenschweren KI-Investitionen die erwarteten Gewinne weitgehend aus. ChatGPTs Marktanteil sinkt. Ob das ein vorübergehender Einbruch ist oder der Anfang vom Ende der Blase, lässt sich heute noch nicht sagen.

Lohnt es sich trotzdem, jetzt Web Developer zu werden?

Ja. Der Markt braucht Entwickler, die echte Produkte bauen können. Das wird sich so schnell nicht ändern. KI verändert, wie man arbeitet, aber nicht, ob man Entwickler braucht. Gerade für Quereinsteiger ist jetzt ein guter Zeitpunkt, weil bessere Tools die Einstiegshürden tatsächlich gesenkt haben.

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