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21. Mai 2023 · DevKarriere Redaktion

Du brauchst kein Studium um Softwareentwickler zu werden

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Du brauchst kein Studium, um Softwareentwickler zu werden – weder jetzt noch später in deiner Karriere. Ein Bachelorabschluss hilft zwar beim Einstieg: Mit Abschluss verdienst du etwa 1.000 Euro brutto mehr pro Monat als mit Ausbildung. Aber nach fünf bis zehn Jahren schaut kein Arbeitgeber mehr auf deinen Abschluss – dann zählen nur noch deine Fähigkeiten und das, was du gebaut hast.

Ein Studium ist ein Türöffner. Mehr nicht.

Am Anfang der Karriere macht ein Bachelorabschluss wirklich einen Unterschied. Viele Unternehmen, besonders große Konzerne, sortieren Bewerber ohne Abschluss schon in der ersten Runde aus. Das ist unfair, aber es ist Realität.

Die Zahlen zeigen es deutlich: Laut Jobtensor liegen die Einstiegsgehälter für Softwareentwickler mit Ausbildung bei rund 32.000 Euro im Jahr. Mit Bachelorabschluss sind es etwa 44.000 Euro. Das sind 12.000 Euro mehr, also 1.000 Euro brutto im Monat, direkt vom ersten Tag an. Das ist viel.

Aber: Dieser Vorteil gilt nur am Anfang. Nach fünf bis zehn Jahren Berufserfahrung schaut kaum ein Arbeitgeber noch auf den Abschluss. Was dann zählt, ist was du gebaut hast, was du kannst, und was andere über deine Arbeit sagen.

Nach ein paar Jahren im Job: Abschluss spielt kaum noch eine Rolle

Wer genug Praxiserfahrung mitbringt, gute Projekte vorweisen kann und weiß, wie er sich im Vorstellungsgespräch positioniert, wird eingestellt. Punkt.

Es gibt Entwickler, die ohne jeden formalen Abschluss in leitende Positionen bei amerikanischen Tech-Firmen aufgestiegen sind, manche mit Jahresgehältern im sechsstelligen Bereich. Das ist nicht der Standard, aber es zeigt: Das Papier ist nicht das Limit. Das Können ist es.

Dasselbe gilt für Selbstständige. Wer nach der Schule einfach anfängt, sich alles selbst beizubringen, kann am Ende der beste Entwickler im Raum sein. Kein Studium, keine Ausbildung, nur echte Skills.

Der große Irrglaube: Quereinsteiger brauchen eine Ausbildung

Hier liegt der größte Denkfehler. Wer als 30-Jähriger in die Softwareentwicklung wechseln will, denkt oft: “Ich brauche erst eine Ausbildung oder ein Fernstudium, um mich zu legitimieren.” Das stimmt so nicht.

Eine dreijährige Ausbildung bedeutet drei Jahre deutlich weniger Gehalt. Ein Fernstudium kostet oft viel Geld und Zeit. Beides ist nicht zwingend nötig, um als Quereinsteiger den ersten Job in der Entwicklung zu bekommen.

Was du brauchst: Die richtigen Skills, echte Projekte und die Fähigkeit, dich im Bewerbungsprozess gut zu präsentieren. Wer gezielt mit den Technologien anfängt, die Arbeitgeber tatsächlich suchen, ist viel schneller startklar als über den klassischen Ausbildungsweg. Der Fullstack Web Developer Kurs von DevKarriere ist genau dafür ausgelegt: praxisorientiert, direkt auf den ersten Job zugeschnitten.

Falls du über einen Bildungsgutschein gefördert werden kannst, schau dir die AZAV-zertifizierte Qualifikation zum Web Developer an. Jobcenter und Agentur für Arbeit übernehmen in vielen Fällen die Kosten komplett.

Wenn du jung bist und nach der Schule stehst: Studier ruhig

Dieser Punkt gilt ausdrücklich nicht für Quereinsteiger, sondern für junge Menschen, die nach dem Abitur vor der Wahl stehen.

Wenn du die Möglichkeit hast zu studieren und noch keinen klaren Plan hast, dann mach es einfach. Du lernst systematisch, knüpfst Kontakte und hast am Ende den Türöffner in der Tasche. Das Entscheidende dabei: Sammel gleichzeitig Praxiserfahrung. Als Werkstudent, in Praktika, mit eigenen Projekten. Die Kombination aus Abschluss und echter Berufserfahrung ist der beste Start, den du dir bauen kannst.

Häufige Fragen

Kann man ohne Studium als Softwareentwickler arbeiten?

Ja. Besonders in kleineren Unternehmen, Startups und Agenturen zählt vor allem, was du kannst. Ein Portfolio mit echten Projekten ist in der Praxis oft wichtiger als ein Abschluss. In Großkonzernen ist der Einstieg ohne Studium schwieriger, aber auch dort wird der Abschluss mit steigender Berufserfahrung immer unwichtiger.

Lohnt sich eine Ausbildung als Fachinformatiker für Quereinsteiger?

In den meisten Fällen nicht. Eine Ausbildung dauert drei Jahre und bringt während dieser Zeit deutlich geringere Gehälter. Wer als Quereinsteiger schnell und gezielt einsteigen will, kommt mit einer fokussierten Weiterbildung auf die relevanten Technologien oft deutlich schneller ans Ziel.

Welche Skills brauche ich für den ersten Job als Entwickler?

HTML, CSS, JavaScript und ein Framework wie React sind ein solider Einstieg für die Frontend-Entwicklung. Für den Fullstack-Bereich kommen noch eine Backend-Sprache und Datenbankgrundlagen dazu. Wichtig ist nicht nur, Tutorials zu schauen, sondern eigene Projekte zu bauen, die du vorzeigen kannst. Das ist am Ende das, worüber Arbeitgeber eine Entscheidung treffen.

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