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20. Mai 2025 · DevKarriere Redaktion

Die meisten Informatiker können nicht gut programmieren

Studium Programmieren Karriere Softwareentwicklung Lernen

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Das Problem ist nicht der Mangel an theoretischem Wissen — es ist der Mangel an praktischer Anwendung. Informatik-Studiengänge vermitteln dir Algorithmen und Syntax, aber nicht die realen Skills, die Arbeitgeber brauchen. Deshalb treten viele Absolventen ihren ersten Job mit Abschluss, aber ohne Programmierpraxis an.

Warum Informatik-Absolventen oft nicht gut programmieren können

Im Studium lernt man Grundlagen. Variablen, Funktionen, Sortieralgorithmen. In Sprachen wie Java oder manchmal sogar Pascal. Theoretisch korrekt, praktisch kaum verwertbar.

Ich habe selbst Wirtschaftsinformatik an einer der besten deutschen Unis für dieses Fach studiert. Meine ehrliche Schätzung: Ungefähr drei Viertel der Leute, die mit mir den Abschluss gemacht haben, können nicht gut programmieren. In einem Gruppenprojekt im vierten Semester, bei dem wir ein Spiel in Java entwickeln sollten, habe ich am Ende etwa 90 Prozent des Codes geschrieben. Die anderen haben Dokumentation und Präsentation übernommen, weil ich der Einzige war, der halbwegs programmieren konnte.

Das liegt am Aufbau des Studiums selbst. Ein Informatikstudium soll kein Handwerk vermitteln. Es soll ein wissenschaftliches Fundament schaffen, mit Fokus auf Theorie, Mathematik und Forschung. Wer danach promovieren will: perfekt. Wer direkt als Junior Developer in eine Firma einsteigen will: hat ein Problem.

Programmieren und Softwareentwicklung sind zwei verschiedene Dinge

Das ist ein Punkt, den viele unterschätzen. Wer im Studium “programmiert” hat, hat meistens Algorithmen auf Papier skizziert oder Code in einer Sprache geschrieben, die im echten Job nirgends mehr genutzt wird. Das ist kein Vorwurf. Es ist einfach nicht dasselbe wie Softwareentwicklung.

Softwareentwicklung bedeutet: echte Projekte bauen, mit modernen Technologien, in echten Umgebungen. Eine Buchungsapp. Ein Zeiterfassungstool. Eine Wetterapp mit echten APIs. Dinge, die funktionieren und die du in einem Bewerbungsgespräch zeigen kannst.

Genau das lernen die wenigsten im Studium. Und genau da liegt deine Chance.

Die drei Dinge, die du als Quereinsteiger brauchst

Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Portfolio. Eine einfache Webseite, auf der du deine Projekte zeigst. Keine aufwendigen Animationen nötig. Firmen wollen sehen, was du gebaut hast.

Echte Projekte. Kein Taschenrechner, den du von einem Tutorial abgeschrieben hast. Bau etwas, das einen echten Zweck hat. Ein Spiel. Eine Wetterapp. Besser noch: eine Business-App wie ein Zeiterfassungstool oder ein einfaches CRM-System. Damit hebst du dich massiv von der Masse ab, inklusive den Studienabgängern.

Moderne Technologien. Die meisten Informatik-Absolventen kommen aus der Uni und haben React oder TypeScript nicht mal angefasst. Wenn du genau das kannst und zeigst, wirst du eingestellt. Der Fullstack Web Developer Kurs bei DevKarriere setzt genau hier an: mit den Sprachen und Frameworks, die Arbeitgeber heute wirklich suchen.

Welche Technologien Arbeitgeber heute suchen

Nicht Java aus dem Jahr 2008. Die Stellenanzeigen, die gerade ausgeschrieben werden, besonders bei neueren Firmen und Projekten, suchen JavaScript, TypeScript, React oder Angular im Frontend. Im Backend Node.js, manchmal Python. Das ist kein Geheimnis. Die Stack Overflow Developer Survey zeigt seit Jahren, dass JavaScript und TypeScript zu den meistgenutzten Sprachen gehören.

Wer diese Technologien lernt, echte Projekte baut und das Arbeitgebern zeigen kann, hat einen echten Vorteil. Nicht trotz fehlendem Studium, sondern gerade wegen der fehlenden Umwege.

Wenn du noch ganz am Anfang stehst, bieten die Frontend Fundamentals den saubersten Einstieg: HTML, CSS und JavaScript von Grund auf. Und falls du prüfen möchtest, ob eine geförderte Weiterbildung über einen Bildungsgutschein für dich in Frage kommt, findest du alle Infos zur Qualifikation zum Web Developer mit Förderung direkt auf der Kursseite.

Häufige Fragen

Kann ich ohne Studium als Softwareentwickler arbeiten?

Ja. Ein Hochschulabschluss ist keine rechtliche Voraussetzung. Firmen stellen ein, wer den Job erledigen kann. Wenn du das mit einem Portfolio und echten Projekten nachweist, spielt ein fehlendes Studium in der Praxis kaum eine Rolle.

Welche Programmiersprache sollte ich als Quereinsteiger zuerst lernen?

JavaScript. Es ist die einzige Sprache, die nativ im Browser läuft, und damit Grundlage für fast jeden Frontend-Job. TypeScript kommt danach, dann ein Framework wie React. Das ist der Weg, den die meisten erfolgreichen Quereinsteiger gehen.

Brauche ich ein Portfolio schon für meine erste Bewerbung als Junior Developer?

Ja. Bewerbungsunterlagen allein reichen nicht aus. Zwei bis drei echte Projekte auf einer eigenen Portfolio-Seite sagen mehr über deine Fähigkeiten als jeder Lebenslauf. Und es ist genau das, was Informatik-Absolventen meistens nicht vorweisen können.

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