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9. Dezember 2025 · DevKarriere Redaktion

Die große KI-Lüge in der Softwareentwicklung

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Die großen Tech-Konzerne entlassen gerade Tausende Entwickler und schieben es auf KI-Effizienz. Das ist eine Ausrede. Der echte Grund sind schwächere Geschäftszahlen und Budgetkürzungen – KI ist einfach das bessere Marketing-Narrativ als ehrliche Sparmaßnahmen.

Warum Meta, Google und Co. gerade Entwickler entlassen

In den letzten zwei Jahren tauchten sie regelmäßig in den Schlagzeilen auf: Entlassungswellen bei großen Tech-Unternehmen. Und fast immer lautete die offizielle Begründung: KI. Man werde “AI first”, heißt es dann. Effizienter mit weniger Menschen.

Das ist meistens eine Ausrede.

Was wirklich dahintersteckt, ist eine schwächere Konjunktur. Unternehmen kürzen Budgets. Wenn die Auftragslage zurückgeht, wird gespart. Statt offen zu sagen “wir haben weniger Einnahmen als geplant”, klingt “wir investieren jetzt in KI-Effizienz” natürlich deutlich besser für die Presse. KI ist das perfekte Narrativ für Manager, die sparen müssen, ohne schlecht dazustehen.

IT ist Zulieferer, nicht Endprodukt-Anbieter

Das erklärt noch nicht, warum die IT-Branche so direkt von Konjunkturschwankungen betroffen ist. Dafür muss man verstehen, wie die Branche eigentlich funktioniert.

Der größte Teil der Softwareentwicklung findet nicht bei Gaming-Studios oder Social-Media-Plattformen statt. Die meisten Entwickler arbeiten in internen IT-Abteilungen von Industrieunternehmen oder bei Beratungsfirmen, die Projekte für andere Unternehmen umsetzen. Wenn VW weniger Autos verkauft oder Coca-Cola sein IT-Budget kürzt, werden weniger externe Entwicklerstunden eingekauft.

Die IT-Branche hängt als Zulieferer direkt an der Konjunktur anderer Branchen. Das bedeutet: Wenn es in der Gesamtwirtschaft schwächelt, spürt die IT das. Nicht weil KI sie überflüssig gemacht hätte, sondern weil die Kunden sparen.

KI macht gute Entwickler produktiver, schlechte Entwickler schlechter

Jetzt zur eigentlichen Frage: Was macht KI mit der Softwareentwicklung?

Ein guter Entwickler, der KI als Werkzeug einsetzt, kann heute deutlich mehr Code in kürzerer Zeit schreiben. Das ist real. Aber ein Entwickler, der das Handwerk nicht beherrscht, wird mit KI-Unterstützung noch schneller schlechten Code produzieren. Technische Schulden entstehen so in rasantem Tempo. Gemeint ist damit Code, der kurzfristig funktioniert, aber langfristig alles verlangsamt.

Stell dir vor, du hast ein Loch in der Wand und klebst Klebeband drüber. Erstmal dicht. Beim nächsten Regen fängt es an zu schimmeln. So funktioniert schlechter Code auch. Und KI beschleunigt das Problem für alle, die das Handwerk nicht kennen.

KI ersetzt keine Juniors. Ein schlechter Entwickler mit KI ist immer noch ein schlechter Entwickler.

Was sich für Einsteiger wirklich verändert hat

Die Skepsis gegenüber einem IT-Einstieg ist nicht vollständig unberechtigt. Aber sie zielt auf das Falsche.

Das eigentliche Problem: Der Jobmarkt hat sich verschoben. Während der Corona-Boomphase wurden Menschen eingestellt, die kaum Code schreiben konnten, weil die Nachfrage so hoch war. Das ist vorbei. Heute bewerben sich mehr Leute auf weniger Stellen, also können Unternehmen wählerischer sein.

Was früher gereicht hat, reicht heute nicht mehr. Eine Umschulung oder ein Zertifikat allein öffnet keine Türen. Du brauchst praktische Fähigkeiten: echte Projekte, echten Code, den du selbst geschrieben und verstanden hast.

Ein Studium oder eine schulische Umschulung gibt dir Theorie. Sortieralgorithmen auf Papier, Fibonacci mit Rekursion in der Prüfung. Das hilft dir im Job kaum weiter. Was zählt, ist, ob du eine echte Anwendung bauen kannst.

Wer das Handwerk ernsthaft lernen will, mit praktischen Projekten und direktem Karrierebezug, findet beim Fullstack Web Developer Kurs von DevKarriere ein Programm, das genau darauf ausgelegt ist. Bist du arbeitssuchend, ist auch eine geförderte Qualifikation über Bildungsgutschein möglich.

Der Weg ist machbar. Er erfordert nur mehr als früher.

Häufige Fragen

Werden Entwickler durch KI ersetzt?

Nein. KI ist ein Werkzeug, kein Ersatz für menschliche Entwickler. Gute Entwickler werden damit produktiver, schlechte Entwickler produzieren damit schneller schlechten Code. Der Stellenabbau bei großen Tech-Firmen hat andere Ursachen: wirtschaftlicher Abschwung und Budgetkürzungen bei den Unternehmen, die IT-Dienstleistungen einkaufen.

Lohnt es sich 2025 noch, als Quereinsteiger in die IT zu gehen?

Ja. Der Markt ist anspruchsvoller geworden, aber er ist nicht geschlossen. Wer praktische Fähigkeiten mitbringt und wirklich Code schreiben kann, findet Stellen. Die Einstellungshürde ist gestiegen, die Möglichkeit aber nicht verschwunden. Es braucht im Schnitt mehr Bewerbungen als früher.

Was muss ich als Einsteiger jetzt mitbringen?

Praktische Skills. Du musst echte Projekte gebaut haben, KI-Tools als Entwicklungswerkzeug kennen und in der Lage sein, direkt im Job Mehrwert zu liefern. Zertifikate allein reichen nicht mehr aus. Wer nur ein Abschlusszeugnis vorweisen kann, hat es schwer auf einem Markt mit mehr Bewerbern als offenen Stellen.

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