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26. Juni 2025 · DevKarriere Redaktion

Der perfekte Lebenslauf für den ersten IT Job

Bewerbung Karriere Quereinsteiger Web Development Softwareentwicklung

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Dein Lebenslauf ist nur die Eintrittskarte ins Gespräch — nicht mehr. Was Unternehmen wirklich überzeugt, sind deine Fähigkeiten und dein Portfolio, nicht zehn Zertifikate auf dem Papier. Deshalb brauchst du keine perfekte Formatierung, sondern eine echte Portfolio-Website mit Projekten, die zeigen, dass du Code schreiben kannst.

Deine Bewerbung ist mehr als ein Dokument

Viele stecken Stunden in das perfekte Layout und übersehen dabei, was eigentlich zählt. Eine Bewerbung ist ein Gesamtpaket. Sie fängt schon bei der E-Mail-Adresse an. Bitte keine Adressen wie “schwarzerblitz7@gmx.de”. Dein Name, professionell, das reicht.

Der Lebenslauf selbst ist nur der Türöffner. Er bringt dich durch die Personalabteilung, danach entscheidet, was du wirklich kannst. Unternehmen in der Softwareentwicklung suchen Leute, die Probleme lösen können. Keinen Papiertiger mit zehn Zertifikaten, sondern jemanden, der schon mal was gebaut hat.

Portfolio: Wichtiger als jedes Zertifikat

Erstell dir eine eigene Portfolio-Website. Am besten mit einer Domain wie “vorname-nachname.de”. Dort zeigst du, welche Technologien du beherrschst und was du damit gebaut hast.

Für jedes Projekt solltest du folgendes aufführen:

Das funktioniert, weil Recruiter und technische Ansprechpartner sofort sehen, was du gebaut hast. Im Vorstellungsgespräch gibt es dann konkrete Gesprächspunkte. Statt “Was können Sie denn so?” kommt “Ich habe gesehen, du hast eine Wetter-App gebaut, erzähl mal.” Das ist ein völlig anderer Einstieg und viel authentischer als einer von hundert Klonen mit demselben Lebenslauf-Template.

Was wirklich in deinen Lebenslauf gehört

Du brauchst trotzdem einen soliden Lebenslauf. Hier die wichtigsten Punkte:

Kürze gewinnt. Maximal zwei Seiten, im Idealfall eine. Alles, was weiter als fünf Jahre zurückliegt und nichts mit IT zu tun hat, kannst du stark kürzen oder weglassen. Kein Recruiter will lesen, dass du vor sechs Jahren in sieben Abteilungen hospitiert hast.

Technische Skills klar hervorheben. Mach eine eigene Sektion “Programmierkenntnisse” und liste auf, was du beherrschst. Keine Sterne-Bewertungen, keine Balken-Grafiken. Einfach eine klare Liste: HTML, CSS, JavaScript, TypeScript, React, Tailwind CSS.

Projekte direkt verlinken. Du schickst deinen Lebenslauf in der Regel als PDF, also können Links angeklickt werden. Pack zwei, drei Projekte rein und verlink dein Portfolio und die einzelnen Demos.

Nur draufschreiben, was du wirklich kannst. Das ist vielleicht der wichtigste Punkt. Wenn du Python auf deinen Lebenslauf schreibst, weil du mal ein Tutorial gesehen hast, wirst du im Gespräch danach gefragt. Alles, was draufsteht, kann abgefragt werden. Zwei Sprachen, die du gut beherrschst und mit Projekten belegen kannst, sind mehr wert als zwanzig, die du nur dem Namen nach kennst.

Wenn du dir gerade diese Skills aufbaust, schau dir den Frontend Fundamentals Kurs an. Dort lernst du HTML, CSS und JavaScript praxisnah, direkt auf eigene Projekte ausgerichtet.

Initiative zeigt, was der Lebenslauf nicht kann

Standardtexte liest jeder Recruiter hundert Mal pro Woche. Was auffällt, ist Proaktivität. Wenn du länger nichts gehört hast, ruf an. Schick noch mal eine Mail. Das zeigt Interesse und Motivation, und genau das suchen Arbeitgeber bei Quereinsteigern.

Zeig außerdem in deinen Unterlagen, dass du über den Kurs hinausgegangen bist. Eigene Projekte, selbstständig erarbeitete Themen, Sachen die du gebaut hast, weil du neugierig warst. Das überzeugt mehr als das nächste Zertifikat.

Wenn du den Berufseinstieg mit staatlicher Förderung planst, kann das über einen Bildungsgutschein laufen. Alles dazu findest du unter Qualifikation zum Web Developer, gefördert über Jobcenter oder Agentur für Arbeit.

Häufige Fragen

Wie lang sollte mein Lebenslauf als IT-Quereinsteiger sein?

Maximal zwei Seiten, besser eine. Was nichts mit IT zu tun hat oder länger als fünf bis sechs Jahre zurückliegt, kannst du stark kürzen. Weniger ist hier mehr, weil Recruiter schnell entscheiden und ein übersichtliches Dokument besser ankommt als ein vollgeschriebenes.

Brauche ich ein Portfolio, wenn ich noch Anfänger bin?

Ja, gerade dann. Du musst kein Senior-Entwickler sein, um Projekte vorweisen zu können. Auch einfache Apps wie eine Wetter-App oder ein To-Do-Tool zählen, solange der Code auf GitHub liegt und eine Demo aufrufbar ist. Das zeigt, dass du wirklich programmierst und nicht nur lernst.

Was ist wichtiger: Zertifikate oder eigene Projekte?

Projekte. Zertifikate belegen, dass du einen Kurs abgeschlossen hast. Projekte belegen, dass du programmieren kannst. Für Unternehmen zählt am Ende das zweite. Ein Zertifikat kann die Bewerbung unterstützen, ersetzt aber nie den Beweis durch echten, lauffähigen Code.

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