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18. März 2025 · DevKarriere Redaktion

6 häufige Fehler von Quereinsteigern in der IT

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Quereinsteiger scheitern in der IT nicht an mangelndem Lernwillen, sondern an strategischen Fehlern: Du verzettelst dich in zu viele Richtungen, vertraust Zertifikaten statt echten Projekten, und unterschätzt, wie wichtig Spezialisierung und Netzwerk sind. Die gute Nachricht: Diese Fehler sind vermeidbar.

Fehler 1: Kein klares Ziel, kein Fokus

Viele Quereinsteiger starten einfach. Sie schauen ein paar YouTube-Videos, fangen mit Python an, wechseln dann zu HTML, bewerben sich auf IT-Support, Data Science und Softwareentwicklung gleichzeitig und wundern sich, warum nichts klappt.

Das Problem: Die IT ist kein homogenes Berufsfeld. IT-Support, Softwareentwicklung, Data Science und Systemadministration sind grundverschiedene Jobs mit grundverschiedenen Anforderungen. Wer sich überall bewirbt, hat nirgendwo wirklich was vorzuweisen.

Such dir einen Bereich aus. Lern ihn. Bau dort Fähigkeiten auf. Nur so kannst du Arbeitgeber auch wirklich überzeugen.

Fehler 2: Abschlüsse und Zertifikate als Jobgarantie verstehen

Das sieht man ständig: Jemand möchte in die IT wechseln und schreibt sich deshalb an der Fernuni ein oder macht eine IHK-Umschulung. Der Gedanke dahinter ist verständlich. Aber er funktioniert meistens nicht so wie erhofft.

Ein Abschluss schadet nicht. Nur garantiert er dir keinen Job. Wenn du als 40-Jähriger einen Ausbildungsabschluss nachholst, bist du einer von vielen mit genau diesem Abschluss. Und wenn Arbeitgeber die Wahl haben zwischen jemandem, der mit 20 gerade fertig geworden ist, und jemandem mit 40, der dieselbe Ausbildung gerade erst abgeschlossen hat, dann ist die Entscheidung oft vorhersehbar.

Was Arbeitgeber wirklich suchen: Können. Jemand, der mit 40 Jahren und ohne Abschluss gut programmieren kann und das nachweisen kann, hat bessere Chancen als jemand, der drei Jahre in einer Umschulung gesessen hat, aber praktisch nichts vorweisen kann.

Wenn du auf Praxis setzen willst und dabei strukturiert vorgehen möchtest, schau dir den Fullstack Web Developer Kurs von DevKarriere an.

Fehler 3: Kein Portfolio – oder ein schlechtes

Hier scheitern die meisten. Entweder haben sie gar kein Portfolio, oder es ist so schwach, dass es eher schadet als hilft.

Kein Portfolio zu haben ist ein Killer. Du kannst noch so gut programmieren, wenn du es nicht zeigen kannst, glaubt dir das niemand. Arbeitgeber brauchen Belege. Ein Portfolio ist genau das: dein Beweis.

Ein schlechtes Portfolio ist fast genauso schlimm. Gemeint ist damit: ein GitHub-Profil mit vier Tutorial-Projekten, eine automatisch generierte kostenlose Domain, Taschenrechner und Todo-Listen als Herzstück. Das fällt nicht positiv auf.

Was funktioniert: eine eigene Portfolio-Website mit einer richtigen Domain. Vorname-developer.de kostet rund 10 bis 15 Euro pro Jahr. Dazu ein ansprechendes Design und vor allem echte, originelle Projekte. Keine abgeschriebenen Tutorials, sondern Sachen, die du selbst entwickelt hast, mit einer echten Idee dahinter.

Das ist auch der Kerngedanke hinter den Frontend Fundamentals von DevKarriere: nicht nur Syntax lernen, sondern wirklich bauen.

Fehler 4: Bewerbungsunterlagen, die nichts verkaufen

Dein Lebenslauf ist kein Tagebuch. Er ist ein Verkaufsdokument. Sein einziger Zweck ist es, dir eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu verschaffen.

Das bedeutet konkret: Hör auf, auf fünf Seiten deine komplette Biografie aufzulisten. Zeig stattdessen auf den ersten Blick, was du kannst. Programmiersprachen, eigene Projekte, relevante Erfahrungen. Alles andere kommt ganz nach hinten oder fliegt raus.

Noch ein konkreter Tipp: Investier 30 bis 40 Euro in ein ordentliches Bewerbungsfoto. Das klingt trivial, fällt aber sofort auf. Genau wie eine saubere Formatierung. Keine kunterbunten Vorlagen, keine Schriftenorgie. Klar, übersichtlich, professionell. Im Optimalfall passt alles auf eine DIN-A4-Seite.

Fehler 5: Das technische Interview unterschätzen

Du hast eine Einladung bekommen. Du bist in der engeren Auswahl. Jetzt geht es nur noch darum, im Gespräch zu überzeugen. Genau hier versagen viele Bewerber, die auf dem Papier stark aussehen.

In der Softwareentwicklung gibt es fast immer ein technisches Interview. Dort werden dir Fragen gestellt, die direkt auf das Können für den Job abzielen. Die Fragen sind selten schwer. Aber wenn du dich nicht vorbereitest, wirkst du trotzdem unvorbereitet.

Eine halbe Stunde Vorbereitung kann den Unterschied machen. Schau dir typische Interviewfragen für deinen Bereich an, wiederhole Grundkonzepte und üb, Antworten klar zu formulieren. Das klingt banal. Aber die meisten machen es nicht.

Häufige Fragen

Muss ich als Quereinsteiger einen IT-Abschluss nachholen?

Nein. Was zählt, sind Fähigkeiten, keine Zertifikate. Wenn du zeigen kannst, dass du programmieren kannst und eigene Projekte vorweist, hast du als Quereinsteiger ohne Abschluss oft bessere Chancen als jemand mit Abschluss aber ohne Praxis.

Wie wichtig ist ein Portfolio für den ersten IT-Job?

Sehr wichtig. Dein Portfolio ist der direkte Beweis deiner Fähigkeiten. Ohne Portfolio bittest du Arbeitgeber einfach, dir zu glauben. Mit einem guten Portfolio zeigst du, was du kannst. Das ist ein großer Unterschied.

Kann ich den Berufseinstieg als Quereinsteiger fördern lassen?

Ja, wenn du Anspruch auf einen Bildungsgutschein hast, lohnt es sich, das zu prüfen. Über die geförderte Qualifikation zum Web Developer kannst du eine Weiterbildung unter Umständen vollständig über Jobcenter oder Agentur für Arbeit finanzieren lassen.

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