Bevor du Geld in eine Weiterbildung zum Softwareentwickler investierst, solltest du mindestens einige Stunden selbst programmieren – nur so merkst du, ob dir das Thema Spaß macht und ob du dir das langfristig vorstellen kannst. YouTube-Tutorials und selbst geschriebene Code-Zeilen sind die beste Entscheidungsgrundlage.
Probiere es erst selbst aus
Das klingt vielleicht unbequem, ist aber der wichtigste Tipp: Bevor du irgendwo Geld in eine Weiterbildung investierst, setz dich hin und programmiere ein bisschen selbst.
Investiere mindestens fünf Stunden, besser eine bis zwei Wochen. Schau dir ein paar Tutorials auf YouTube an, schreib jede Codezeile selbst nach und probier kleine Anpassungen aus. Nicht nur angucken und nicken. Wirklich tippen, ausprobieren, verstehen.
Warum ist das so wichtig? Wenn du in einem Beratungsgespräch sitzt und noch nie eine Zeile Code geschrieben hast, kannst du keine fundierte Entscheidung treffen. Du weißt dann nicht, ob dir Programmieren liegt, ob es dir Spaß macht und ob du dir das langfristig vorstellen kannst.
Wenn du aber schon weißt, dass dir das Thema Spaß macht und du grob verstehst, was auf dich zukommt, startest du mit einer ganz anderen Motivation in eine Weiterbildung. Deine Erfolgschancen steigen dadurch erheblich.
Also: Erst ausprobieren, dann entscheiden.
Sprich vorher mit deiner Familie
Wenn du in einer Beziehung lebst, Kinder hast oder mit jemandem zusammenwohnst, ist dieser Schritt Pflicht.
Eine professionelle Weiterbildung kostet Zeit und Geld. Plane realistisch mit 10 bis 15 Stunden pro Woche, also täglich ein bis zwei Stunden. Wenn du das nicht mit deinem Umfeld abgestimmt hast, wirst du früher oder später in Konflikte geraten.
Das Gespräch muss dabei gar nicht groß und theatralisch sein. Du musst niemanden fragen, ob er oder sie dein Leben gutheißt. Es reicht, klar zu kommunizieren: “Ich möchte mich beruflich weiterentwickeln. Das bedeutet, ich werde die nächsten Monate regelmäßig lernen müssen, zeitlich und finanziell ist das ein Investment. Ist das für dich okay, damit wir das gemeinsam planen können?”
Die meisten Partner werden ja sagen, wenn du das sachlich rüberbringst. Und wenn du herausfindest, dass es gerade zeitlich wirklich nicht geht, ist auch das wichtig zu wissen. Besser jetzt als nach dem Start.
Nichts ist frustrierender als eine Weiterbildung anfangen und nach zwei Wochen merken, dass das Haus-Sägen und fehlende Unterstützung jeden Lernabend sabotieren.
Erstelle einen konkreten Zeitplan
Ohne feste Lernzeiten kommst du beim Programmieren nicht weit. Struktur ist hier keine Kür, sondern Voraussetzung.
Schau dir deinen Alltag an und block dir konkrete Zeitfenster. Wenn du täglich von 8 bis 17 Uhr arbeitest, könntest du abends von 19 bis 21 Uhr lernen. Trag das in deinen Kalender ein wie einen Termin, den du nicht absagst.
Das hat zwei Vorteile: Du weißt genau, wann du lernst. Und die Menschen in deinem Leben wissen es auch. Kein “ich schaue mal, ob ich heute noch Zeit finde”, sondern feste Zeiten, auf die du dich verlassen kannst.
Wer vor dem Start einfach denkt “wird schon passen”, stellt nach drei Wochen oft fest: passt nicht. Dann hat man eine Weiterbildung begonnen, macht aber kaum Fortschritte. Das hilft niemandem.
Wenn du dir nicht sicher bist, welches Lernformat zu deinem Alltag passt, schau dir unseren Fullstack Web Developer Kurs an. Du lernst dort komplett von zu Hause aus, ohne feste Unterrichtszeiten, was die Planung deutlich vereinfacht. Die Struktur musst du trotzdem selbst mitbringen.
Bonuspunkt: Richte dir einen festen Arbeitsplatz ein
Das kannst du auch noch nach dem Start erledigen, aber je früher, desto besser.
Wenn du jedes Mal erst den Esstisch freiräumen, den Laptop anschließen und die Kinder beruhigen musst, bevor du anfangen kannst, wird die Hürde zum Lernen spürbar größer. Und je größer die Hürde, umso schneller findet das Gehirn eine Ausrede, besonders nach einem langen Arbeitstag.
Ein fester, aufgeräumter Platz, an dem du einfach den Laptop aufklappst und direkt loslegst, macht einen echten Unterschied. Kein eigenes Zimmer? Reicht auch eine Ecke, die wirklich nur zum Lernen da ist. Kein Abendbrottisch, kein Fernsehsofa.
Häufige Fragen
Muss ich schon programmieren können, bevor ich eine Weiterbildung starte?
Nein, du brauchst keine Vorkenntnisse. Aber du solltest zumindest ein paar Stunden investieren, um zu testen, ob dir das Thema liegt. Das verschafft dir Klarheit und eine fundierte Entscheidungsgrundlage, bevor du dich für eine Weiterbildung anmeldest.
Wie viel Zeit brauche ich pro Woche?
Das hängt vom Anbieter ab. Rechne realistisch mit 10 bis 15 Stunden pro Woche als Minimum, um kontinuierlich Fortschritte zu machen. Das sind täglich ein bis zwei Stunden, die du dir fest einplanen solltest.
Kann ich eine Weiterbildung über den Bildungsgutschein finanzieren?
Ja, wenn du arbeitssuchend bist und die entsprechenden Voraussetzungen erfüllst, kannst du eine Weiterbildung über das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit fördern lassen. Unser geförderter Web Developer Kurs ist AZAV-zertifiziert und damit bildungsgutscheinfähig.